Spiel des Tages
FV Freinsheim fast wie Düsseldorf
Was Fortuna Düsseldorf am Samstagabend in der Zweiten Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Kaiserslautern gelang, schaffte der FV Freinsheim am Sonntag in ähnlicher Weise im Heimspiel der Bezirksliga Vorderpfalz, nämlich einen Zwei-Tore-Rückstand nach der Pause in einen 4:3-Sieg gegen VTG Queichhambach umzuwandeln. Der letzte Treffer gelang Jonas Schäfer in der dritten Minute der Nachspielzeit per Foulelfmeter.
„Ich bekomme hier irgendwann noch einen Herzinfarkt“, sagte Freinsheims Trainer Christian Schäfer nach dem Abpfiff. Er erlebte wie die 150 Zuschauer auch ein Spiel, das kaum dramatischer verlaufen gekonnt hätte. Beide Mannschaften boten auch eine tolle Leistung, agierten während der gesamten Spielzeit mit hohem Tempo und erarbeiteten sich noch viel mehr Torchancen als die, welche zu den sieben Toren führten.
Schnelle Antwort
Schamil Kuduzov und Schäfer hatten früh alleine drei gute Chancen, die sie jedoch sämtlich vergaben. Besser machten es die Gäste, die nach einem Eckball durch Daniel Kopf (15.) das 1:0 erzielten und durch Maximilian Wilhelm, der den von der Latte zurückspringenden Ball per Kopfball zum 2:0 verwertete (32.). „Beide Gegentreffer waren Geschenke von uns“, ärgerte sich der FVF-Coach.
Nach dem Seitenwechsel begann dann eine furiose Freinsheimer Aufholjagd. Die zweite Hälfte war nicht einmal eine Minute alt, als Kuduzov nach Zuspiel des in der Pause eingewechselten Bastian Rinn der Anschlusstreffer gelang. Jonas Schäfer (48.) und Fabian Weingärtner nach Rechtsflanke von Kuduzov scheiterten bei den nächsten Möglichkeiten noch an Queichhambachs Torwart Daniel Brust (51.). Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Gäste in Unterzahl, da gegen Mario Gudan in der 43. Minute eine Zeitstrafe ausgesprochen worden war.
Wieder Kuduzov
Wenig später gelang dann Kuduzov nach Vorlage von Schäfer doch der überfällige Ausgleich (58.). In der 64. Minute verpasste Kuduzov zunächst eine Rechtsflanke von Rinn, aber Mark Podgorsek war zur Stelle und traf zum 3:2. Nachdem Wilhelm danach zum 3:3 ausgeglichen hatte (71.), schien alles auf ein Unentschieden hinauszulaufen. Nach einem Foul von Brust gegen den auf ihn zulaufenden Kuduzov verwandelte Jonas Schäfer den fälligen Strafstoß. Wenig später war Schluss. Sein Vater Christian war auf die Leistung seiner Mannschaft richtig stolz, da sie nie aufgegeben habe und sich mit schön herausgespielten Toren selbst belohnte.
Großes Lob erhielt die junge Schiedsrichterin Lina Martim aus Bruchsal von den Freinsheimer Spielern. „Das war die beste Schiedsrichterleistung bei unseren bisherigen Spielen in dieser Saison“, lobten sie unisono.