Bad Dürkheim Fussball: Vermeintlich leichte Gegner ernst nehmen

« FRIEDELSHEIM/WACHENHEIM.» In der B-Klasse Rhein-Mittelhaardt Nord erwartet Spitzenreiter TuS Friedelsheim am Sonntag, 15 Uhr, den Tabellenvorletzten TuS Gronau. Der TuS Wachenheim, der ebenfalls der Spitzengruppe angehört, ist zur gleichen Zeit Gastgeber der SG Dannstadt/Rödersheim.
Als Friedelsheims Spielertrainer Tobias Bartnik auf den Tabellenplatz von Gegner Gronau hingewiesen wird, lacht der Coach. „Ich weiß, worauf Sie hinauswollen“, sagt Bartnik und spricht das Thema selbst an: Das Unterschätzen von vermeintlich kleinen Gegnern – in der vergangenen Runde eine Paradedisziplin der Friedelsheimer. „Zuletzt haben wir mit Gegnern dieses Kalibers immer Probleme gehabt. Es wird sich herausstellen, ob wir in der Lage sind, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen“, philosophiert der Trainer. Jeden Gegner ernst nehmen, das ist beim TuS gefragt. Ob der Coach auf dem Platz dazu beitragen kann, ist fraglich, ihn plagt eine schmerzhafte Fußverletzung. Fällt er aus, wird wohl wieder sein Bruder Heiko in der Innenverteidigung spielen. Übrigens: Nur zur Erinnerung: Im Vorjahr gab es zu Hause gegen Gronau ein mageres 1:1. Der TuS Wachenheim hat wochenlang nicht sonderlich überzeugt, aber gewonnen. Am vergangenen Sonntag lieferte das Team seine beste Saisonleistung ab, verlor aber beim FSV Schifferstadt II 1:2. „Das ist schon paradox. Wir haben viel Lob vom Gegner bekommen, stehen aber mit leeren Händen da“, sagt Trainer Michael Acker. Gegen die SG Dannstadt/Rödersheim sind die Wachenheimer favorisiert. „Die SG hat wichtige Spieler verloren, hat einen neuen Trainer, scheint nicht mehr so stark zu sein“, glaubt Acker. Allerdings ist der Gegner noch nicht abschließend einzuschätzen, denn er hat erst dreimal gespielt. Der TuS kann wieder auf Simon Schubert zurückgreifen, muss aber weiter auf den erkrankten Kai Reffert sowie Robert Devel, der arbeitet, verzichten. Bei Patrick Stoppioni wurden die Fäden gezogen, aber ob er spielen kann? Acker hat den Kämpfer noch nicht abgeschrieben. Seine Auskunft zur Causa Stoppioni: „Abwarten.“