Bad Dürkheim
Fussball: SV Weisenheim am Sand gibt zwei wichtige Spieler ab
Der 28-jährige Allrounder Schattner wechselt zum Verbandsligisten FC Speyer 09. „Daniel hat frühzeitig signalisiert, dass er noch einmal angreifen und höherklassig spielen will“, sagt Vorsitzender Uwe Koob. Der Vereinschef ist der Patenonkel Schattners und hat somit einen engen Draht zum früheren Oberligaspieler (SC Hauenstein, SC Idar-Oberstein, TSG Pfeddersheim). „Daniel arbeitet in Speyer, von daher bietet sich ein Wechsel zum FC 09 an. Aber er wird dem SVW verbunden bleiben, zumal die gesamte Familie im Verein engagiert ist“, versichert Koob. Standardspezialist und Eigengewächs Schattner war 2016 zum SV Weisenheim zurückgekommen, wurde meist im zentralen Mittelfeld eingesetzt, und hatte seitdem 87 Punktspiele bestritten, in denen er 59 Treffer erzielte.
Fredrik Feßler geht zum SV Ruchheim
Fredrik Feßler (25) wechselte ebenfalls 2016 als Stammspieler vom damaligen Verbandsligisten Ludwigshafener SC zu den Blau-Roten. „Auch er will es in einer höheren Liga probieren und geht zum Landesligisten SV Ruchheim“, erklärt Koob. Feßler kam als Linksverteidiger, wurde aber zuletzt immer öfter in der Innenverteidigung eingesetzt, weil Trainer Sebastian Dumont seine gute Spieleröffnung und Cleverness im Zweikampf schätzt. „Wir verlieren zwei gestandene Akteure, die für unser Gerüst enorm wichtig und wertvoll waren“, betont Koob.
Coach findet die Abgänge nicht gut
Trainer Dumont bedauert den Abgang des Duos, blickt aber dennoch zuversichtlich in die Zukunft. „Es sind zwei Hochkaräter, die uns verlorengehen. Wir waren aber darauf vorbereitet“, verdeutlicht der Coach. Man wolle versuchen, die Lücken mit internen Verschiebungen zu füllen. „Ich bin sicher, die Mannschaft wird an dieser Aufgabe wachsen“, ergänzt Dumont. Der Vereinschef glaubt, dass zum Beispiel Tim Heisel, der sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft habe, oder der oft verletzte Simon Swoboda in Schattners Rolle hineinwachsen können. „Von beiden erhoffen wir uns eine Leistungsexplosion“, erläutert Koob. Ansonst bleibt die Mannschaft nach Auskunft des Vereinschefs komplett zusammen. Eine Ausnahme bilde nur Nachwuchskraft Jan Butzal, der im bisherigen Saisonverlauf nur zu drei Kurzeinsätzen kam und ansonsten im Reserveteam eingesetzt wurde. Der defensive Mittelfeldspieler schließe sich dem B-Ligisten SC Bobenheim-Roxheim II an. Dafür kehrt der junge Aufbauspieler Lukas Löffel vom rheinhessischen Bezirksligisten SV Horchheim zurück, zu dem er erst im vergangenen Sommer gewechselt war.
Zu den Alternativen für Feßlers Part in der Viererkette zählen der von 08 Haßloch II verpflichtete Ilias Kuhn und der ehemalige Lambsheimer Paul Henker, der im Winter gekommen war, aber bislang wegen einer Verletzung noch nicht eingesetzt werden konnte.
Coach Dumont setzt in Zukunft auf die Youngsters
„Die Jungen werden ihre Chance bekommen und sollen sich entwickeln. Unsere Qualität ist nach wie vor gut“, ist Dumont überzeugt. Koob sagt, dass bei einem Aufstieg in die Bezirksliga noch mindestens ein erfahrener Spieler verpflichtet werden soll. Übers Knie werde der SV Weisenheim eine solche Entscheidung aber nicht. Vor drei Jahren hatte der SVW nach dem Bezirksliga-Aufstieg den Kader nur ergänzt, zahlte viel Lehrgeld und stieg – auch wenn sich das Team völlig unter Wert verkaufte – nach einem Jahr als abgeschlagener Tabellenletzter sang- und klanglos wieder ab.