Bad Dürkheim Fußball: Wachenheim kassiert zu viele Tore

Ex-Wachenheimer trifft Wachenheimer: Der Neu-Mußbacher Robert Devel (weißes Trikot) stoppt Patrick Stephan.  Foto: tvl
Ex-Wachenheimer trifft Wachenheimer: Der Neu-Mußbacher Robert Devel (weißes Trikot) stoppt Patrick Stephan.

In der Fußball-B-Klasse Rhein-Mittelhaardt West hat das Trio der Region seine Heimspiele durch die Bank verloren. Das Torverhältnis lautete dabei 3:14. Da schrillen die Alarmglocken.

TuS Wachenheim – SG Mußbach 2:5. Das Resultat täuscht etwas, denn die Gastgeber gefielen in der ersten Halbzeit mit einem gelungenen Auftritt. „Statt 2:2 hätte es eigentlich 4:1 für uns stehen müssen“, betont Wachenheims Coach Michael Acker. So schoss Patrick Stephan beim Stand von 0:0 einen an Gerrit Rohr verursachten Foulelfmeter über das Tor. Dies war die größte von vielen Möglichkeiten. Dann führte ausgerechnet ein Freistoß des ehemaligen Wachenheimers Robert Devel von der Mittellinie zum 0:1 (30.). Der Ball fand an Freund und Feind vorbei den Weg ins Tor. Als Stephan mit einem Heber aus 25 Metern über den Torhüter (34.) und der von Simon Schubert prima freigespielte Tim Kraft (35.) mit einem Doppelschlag die Partie drehten, schien der TuS auf dem richtigen Weg zu sein. Doch noch vor der Pause fiel das 2:2, und in der ausgeglichenen zweiten Hälfte ging Mußbach nach einer schlecht geklärten Ecke 3:2 in Führung (71.). Nach dem 2:4 (75.) hatte Stephan mit einem Pfostenschuss Pech. Kurz vor dem Ende fiel das fünfte Tor des Neulings. „Wir bekommen zu viele Gegentore“, klagte Acker.

RW Seebach II – VfB Haßloch II 1:5. Die erste Halbzeit ließ sich aus Seebacher Sicht noch ganz gut an. Die Teams neutralisierten sich, die Seebacher Abwehr stand sicher, und es fiel nur ein Tor, als Haßloch mit einem Freistoß erfolgreich war (22.). Luca Mock und Tim Reither hatten gute Chancen für Rot-Weiss. Ein Tor wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Nach der Pause führten ein Ballverlust im Mittelfeld und ein 25-Meter-Schuss schnell zum 0:2 (48.). „Danach brachen bei uns alle Dämme. Das Zweikampfverhalten war mangelhaft, wir waren viel zu weit von den Gegenspielern weg und ließen den VfB kombinieren“, listete Betreuer Stefan Brodhag die Mängel auf. Die Gäste schraubten das Ergebnis auf 5:0 (58., 75., 77.). Der Ehrentreffer gelang Jan Orth (81.). „Wir gehen mit zu viel Naivität und Unbekümmertheit zu Werke. Das war ein rabenschwarzer Tag. So sind wir nicht konkurrenzfähig“, nimmt Brodhag kein Blatt vor den Mund. Es seien andere Tugenden gefragt, als nur neben dem Gegner herzulaufen.

TuS Friedelsheim – SG Neidenfels/Lambrecht 0:4. Der TuS wurde entzaubert und enttäuschte in seinem Kerwespiel auf der ganzen Linie. „Wir haben unsere Nervosität nie abstreifen können, haben unerklärliche Fehler gemacht“, haderte Spielertrainer Tobias Bartnik. Dabei waren die ersten 20 Minuten noch die besten der Friedelsheimer. Marcel Mundhenke hatte eine riesige Chance zum Führungstor. Das schoss aber die SG, als Mergim Mehmetaj bei einen scharfen Hereingabe nicht mehr ausweichen konnte und den Ball ins eigene Netz bugsierte (26.). Die Platzherren hatten den Schock noch nicht richtig verdaut, da erhöhte Neidenfels/Lambrecht auf 2:0 (27.). „Bei einem Einwurf haben wir geschlafen und den Torschützen nur halbherzig attackiert“, sagt der Coach. In der Pause versuchte er sein Team aufzurütteln, um die Wende zu erzwingen. Doch die Hoffnung war bald erloschen. Die Gäste nutzten eine gute Möglichkeit zum 3:0 (51.) und legten einen vierten Treffer nach (53.). Danach war Schadensbegrenzung angesagt, zumal der TuS am Ende zu zehnt spielte, weil sich Dominik Guttenberger verletzte und das Auswechselkontingent erschöpft war.

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