Bad Dürkheim
Fußball: TuS Wachenheim unternimmt gegen 08 Haßloch II den nächsten Anlauf

Der TuS Wachenheim muss sich nach dem schlechten Saisonstart in der Fußball-B-Klasse Rhein-Mittelhaardt West neu sortieren. Am Samstag, 17 Uhr, erwartet der TuS den 1. FC 08 Haßloch II, der zwei Zähler weniger auf dem Konto hat.
Die Gastgeber haben die Partie wegen des Wurstmarkts vorgezogen. Das Spiel gegen die Haßlocher, das der Wachenheimer Trainer Michael Acker als richtungsweisend bezeichnet, ist der Auftakt zu einer englischen Woche für den TuS mit drei Partien in sieben Tagen. So wie es bisher gelaufen ist, kann niemand in Wachenheim zufrieden sein.
„Der Auftakt ist schon ernüchternd, wir haben uns das ganz anders vorgestellt“, zieht der Coach ein erstes Fazit. Seine Fehlersuche hat ergeben, dass in erster Linie drei Gründe dazu geführt haben, dass der TuS erst sechs Punkte gesammelt hat. „Ständig fehlen Spieler aus den unterschiedlichsten Gründen. Das verhindert, dass die Mannschaft eingespielt ist. Es gibt keine Automatismen“, erklärt Acker.
Punkt zwei ist die Abwehr, die in der vergangenen Runde das Fundament für die Erfolge war. „Wir bekommen zu viele Gegentore, was auch daran liegt, dass Eckpfeiler der Vorsaison weggebrochen sind“, verdeutlicht der Trainer. Da ist einmal der nach Mußbach abgewanderte Leistungsträger Robert Devel. Der Abgang des 29-jährigen Routiniers hat eine große Lücke gerissen. Dann fehlen die Studenten Vincent Anton (21, kein Saisoneinsatz) und Felix Gabel (21, nur einmal gespielt). Und auch Patrick Stoppioni (31), meist als Rechtsverteidiger aufgeboten, steht auf der Ausfallliste. „Die Stabilität ist verlorengegangen. Man darf auch nicht vergessen, dass wir in den vergangenen Jahren in Patrick Stephan einen überragenden Torwart hatten, der uns viele Punkte gerettet hat“, gibt Acker zu bedenken. Kapitän Stephan (22), ein Mann mit einer Topeinstellung, ist zwar noch da, spielt aber inzwischen im Sturm. Und dort bleibt er auch. „Wir haben uns für diesen Weg entschieden und werden dies jetzt auch nicht ändern“, betont der Übungsleiter.
Grund Nummer drei in Ackers Analyse: „In keinem Spiel waren wir die schlechtere Mannschaft, aber wir leisten uns zu viele, teils haarsträubende Fehler. Gegentore werfen uns zu schnell aus der Bahn.“ Dies sowie die Tatsache, dass Wachenheim derzeit kaum in der Lage ist, einen Rückstand aufzuholen, führt dazu, dass Anspruch und Wirklichkeit weit auseinanderklaffen. Der TuS ist auf dem Boden der Tatsachen angelangt und muss erst einmal dafür sorgen, genügend Abstand zu den Abstiegsplätzen aufzubauen.
Gegen 08 Haßloch II sieht es personell wieder besser aus, weil Maximilian Kolb, Tim Kraft und Simon Schubert, einer, der den Unterschied ausmachen kann und für überraschende Aktionen gut ist, wieder dabei sind. Dagegen fehlt Stürmer Jan Weisenborn aus beruflichen Gründen und Torwart Timo Hof. Für ihn bekommt der A-Jugend-Schlussmann Yannick Herfel das Vertrauen des Trainers.
Tagestipp
TuS-Trainer Michael Acker 2:0
RHEINPFALZ-Mitarbeiter Thomas Leimert 5:2.