Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Friedelsheim zum Derby nach Wachenheim

Der Friedelsheimer Sven Schmidt (Mitte) hat seine Sperre abgesessen und kann gegen Wachenheim spielen.
Der Friedelsheimer Sven Schmidt (Mitte) hat seine Sperre abgesessen und kann gegen Wachenheim spielen. Foto: tvl

TuS Wachenheim und TuS Friedelsheim stehen sich am Sonntag, 15 Uhr, im Derby in der Fußball-B-Klasse Rhein-Mittelhaardt West gegenüber. Beide Teams sind im hinteren Mittelfeld zu finden, Tabellennachbarn und zählen in dieser Saison zu den großen Enttäuschungen in der Liga.

Die Misere wird deutlich, wenn man den Vergleich zur vergangenen Runde zieht. Damals zählten die Rivalen zur Spitzengruppe und definierten sich jeweils über enorme Abwehrstärke. Die Wachenheimer hatten nach zehn Partien 21 Zähler geholt und nur sieben Gegentore bekommen. Heute sind es 15 Punkte und 29 Gegentore. Noch eklatanter ist der Abfall bei Friedelsheim, die nach ihren ersten neun Begegnungen 23 Punkte auf dem Konto hatten bei sechs Gegentoren. Nach neun Spielen in dieser Spielzeit lauten die Zahlen: zwölf Zähler, 30 Gegentore.

Einer, der den Wachenheimers wehtun kann, ist Marcel Münch. Der 25-jährige Mittelstürmer war vor der Saison nach Friedelsheim gewechselt und kehrt mit der Empfehlung von neun Saisontoren erstmals ins Stadion „Am alten Galgen“ zurück. „Marcel ist ein Strafraumstürmer, ehrgeizig und mit Torriecher. Dazu hat er einen Lauf“, urteilt Wachenheims Coach Michael Acker. Entscheidend werde sein, die Zuspiele auf Münch zu unterbinden. Doch auch in den Reihen der Gastgeber steht ein Spieler, der schon die Farben des Gegners getragen hat: Frank Peter, dessen Friedelsheimer Zeit jedoch schon länger zurückliegt.

Acker selbst ist gegen den Nachbarn noch ohne Niederlage. Beim 0:3 im Auswärtsspiel vor zwei Jahren war er in Urlaub und nicht an der Seitenlinie. „Allerdings haben wir in allen drei Heimspielen nur unentschieden gespielt. Da hat uns Friedelsheim mehrfach die Suppe versalzen“, sagt der Coach. Seit er Trainer in Wachenheim ist, stand der Nachbar in allen drei Spielzeiten in der Abschlusstabelle hinter seinem Team. Das solle so bleiben. „Ausschlaggebend wird sein, wer in der Rückwärtsbewegung weniger Fehler macht. Beide Teams haben ihre Qualitäten in der Offensive“, verdeutlicht Acker. Er baut auf sein Sturmtrio Rohr, Stephan und Weisenborn.

„Spiele gegen Wachenheim die wichtigsten der Saison“

„Wir müssen uns zusammenreißen und verinnerlichen, dass die Spiele gegen Wachenheim die wichtigsten in der Saison sind“, weist Spielertrainer Tobias Bartnik auf die Bedeutung des Derbys hin. Von den zurückliegenden vier Partien wurden drei verloren. „Wir können doch das Fußballspielen nicht verlernt haben“, rätselt der Coach. Tatsache sei, dass die vielen Gegentore die Mannschaft völlig verunsichert hätten. Einer habe den anderen angesteckt. Bartnik zieht in Erwägung, das System zu ändern. Mit einem 4-1-4-1 will er in die Erfolgsspur zurück. „Damit sind wir oft gut gefahren“, betont der Übungsleiter. Der Sechser vor der Viererkette soll in erster Linie absichern und für zusätzliche Stabilität sorgen. Das sei angesichts der guten Wachenheimer Stürmer extrem wichtig.

Der erfahrene Trainer weiß jedoch, dass taktische Ausrichtungen und personelle Rochaden nichts bringen, wenn die Grundelemente fehlen. „Fußball muss man mit Herz und Leidenschaft spielen. Diesen Satz müssen wir mit Leben erfüllen“, fordert Bartnik. Er kann wieder auf Sven Schmidt zurückgreifen, dessen Sperre abgelaufen ist. Auch Marc Schuhmacher und Marcel Mundhenke kehren in den Kader zurück. Im Training soll an der Abstimmung in der Abwehr gefeilt werden. Eine gute Idee.

Tagestipp

Wachenheims Trainer Michael Acker 4:3

Friedelsheims Trainer Tobias Bartnik, 1:2

RHEINPFALZ-Mitarbeiter Thomas Leimert 3:1.

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