Spiel des Tages
Fußball-Bezirksliga: Seebacher Negativserie hält an
Nachdem gestern Nachmittag im Heimspiel des SV Rot-Weiß Seebach gegen den FC Speyer 09 die ersten zehn Minuten vorüber waren, durften die Anhänger zu Recht hoffen, dass ihre Mannschaft ausgerechnet gegen den in dieser Saison bisher erst einmal besiegten Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz die jüngste Negativserie zu Ende gingen könnte. Letztendlich siegte der große Favorit aber doch mit 3:0 und brachte den Gastgebern dadurch die sechste Niederlage in den letzten sieben Spielen bei.
„Die Speyerer haben uns gezeigt, warum sie ganz oben stehen“, stellte Rot-Weiß-Trainer Jan-Marvin Dell fest. „In unserer personellen Situation war das aber auch kein Wunder. Wenn wir diese Probleme nicht hätten, hätte ich auch nicht selbst gespielt“, ergänzte er. In der 75. Minute wechselte er sich für den verletzt ausgeschiedenen Alexander Harrison, der umgeknickt war, ein.
Gefährlicher Ball
Eine Verletzung der kuriosen Art, die sich bereits vor dem Anpfiff ereignete, wirkte sich auf die Begegnung zwar personell aber ohne negative Konsequenzen für den Spielverlauf aus. Ein Mitglied des Schiedsrichtergespanns wurde beim Aufwärmen von einem Schuss am Kopf getroffen und konnte daraufhin nicht mitwirken. Dominik Maaß vom SV Morlautern, der zuvor die Partie der B-Klasse Rhein-Mittelhaardt, Staffel West zwischen, dem SV Rot-Weiß Seebach II und TuS Wachenheim (Endstand: 1:3) geleitet hatte, sprang daraufhin kurzfristig als Assistent ein und machte seine Sache gut.
Die erste Torchance des Spiels vergab der Speyerer Daniel Kopf, der in der dritten Minute das Seebacher Gehäuse knapp verfehlte. Danach wären die Gastgeber jedoch fast in Führung gegangen. Diese Szenen ergaben sich sämtlich nach Standardsituationen, bei denen jeweils Robin Schwehm den Ball in den Strafraum schlug. Nach einem Eckball in der sechsten und einer Freistoßflanke in der achten Minute klärte Martin Jerac in höchster Not, und in der neunten Minute strich ein Kopfball Harrisons knapp am Speyerer Tor vorbei ins Aus.
Saito eiskalt
Danach sahen die lediglich 60 Zuschauer eine mit zunehmender immer einseitiger werdende Partie. Die Gäste übernahmen die Kontrolle und agierten mit einer Sicherheit, die für die Konkurrenz beängstigend wirkte. Ihr Treffer zum 1:0 entsprang jedoch einer Unsicherheit in der Seebacher Defensive. Salvatore Saito nutzte diese eiskalt mit dessen Flachschuss ins linke untere Eck. RW-Torwart Mohammad Wojudy war es zu verdanken, dass es bis zur Pause beim knappen Rückstand blieb.
Nach dem Wiederanpfiff erstickten die Gäste die Seebacher Offensivbemühungen bereits im Keim. Nur in der 74. Minute bot sich Harrison nach Zuspiel von Jan Weisenborn eine nennenswerte Möglichkeit zum Ausgleich. Immerhin blieb es trotzdem lange spannend, da die Abwehr der Gastgeber sicher verteidigte. Erst in der 87. Minute traf Saito mit einem tollen Schuss aus zentraler Position von der Strafraumgrenze zum 2:0. Nach einem Foul von Sven Schuhmann am wenige Minuten zuvor eingewechselten Matteo Uzulac verwandelte Berac den anschließenden Elfmeter souverän (90+3.).
„Seebach hat eigentlich eine gute Mannschaft. Ich wundere mich deshalb, dass sie so weit unten stegen“, zollte Berac den Gastgebern, die nun wieder in die Abstiegszone zurückfielen, Respekt.