Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: B-Klassist TV Ellerstadt gewinnt das Duell der Neulinge

Viel Betrieb vor dem Leistadter Tor: FCL-Keeper Tobias Hoffer (Bildmitte) pariert bei einer Flanke der Ellerstadter sauber den B
Viel Betrieb vor dem Leistadter Tor: FCL-Keeper Tobias Hoffer (Bildmitte) pariert bei einer Flanke der Ellerstadter sauber den Ball.

In der Fußball-B-Klasse Rhein-Mittelhaardt Nord hält der Höhenflug des TV Ellerstadt an. Der Neuling hat Mitaufsteiger FC Leistadt 3:1 besiegt und bleibt Spitzenreiter. Der TuS Wachenheim feierte einen 7:0-Kantersieg, während der TuS Friedelsheim die Punkte teilte und RW Seebach II zu Hause unterlag.

Leistadt stellte uns vor eine große Herausforderung. Der Sieg war hart erkämpft“, bilanzierte der Ellerstadter Coach Riccardo Coppola. Der FCL dominiert die erste Viertelstunde, ohne sich jedoch echte Torchancen zu erspielen. Ellerstadt war sehr nervös und machte viele einfache Fehler. Nach und nach fanden die Gastgeber besser ins Spiel, dominierten jetzt, verpassten es aber in Führung zu gehen. Auch im zweiten Abschnitt fand der TVE wenig Mittel gegen aufopferungsvoll verteidigende Leistadter. Wie aus dem Nichts erzielte Andreas Brunner das 1:0 für den FCL (60.). Das war der Weckruf für die Einheimischen, die sich nicht hängen ließen, sondern noch einmal alle Kräfte mobilisierte. Allerdings hatte Fehim Pilavdzic noch eine Chance zum 2:0, scheiterte aber an Torwart Lars Rieger. Wenige Minuten später glich der überragende Neuzugang Robin Röth aus (70.). Der ehemalige Fußgönheimer war es auch, der die Partie mit dem 2:1 drehte (78.). Leistadt warf im Bestreben, wenigstens einen Punkt zu retten, alles nach vorne. TVE-Torjäger Sven Urban schloss in der Nachspielzeit einen Konter mit dem 3:1 ab. „Die Leistung meiner Mannschaft war okay. Wenn Du unten stehst, fehlt oft auch das Quäntchen Glück“, verdeutlichte Leistadts Trainer Michael Möckel.

RW Seebach II – TSG Deidesheim II 1:2

„In der ersten Halbzeit haben wir die bisher schlechtesten 45 Minuten diese Saison abgeliefert“, kritisierte Seebachs Spielleiter Stefan Brodhag. Die Rot-Weissen liefen die Verteidigung der TSG nicht konsequent an, kamen in fast jeder Situation einen Schritt zu spät, waren lethargisch im Zweikampf und entwickelten keinen Druck nach vorne. Bis zur Pause hatten die Gastgeber keine Torchance. Beide Deidesheimer Tore resultierten aus Fehlern im Spielaufbau (6., 41.). Nach Wiederbeginn spielte Seebach deutlich besser, war zweikampfstärker und agierte druckvoller. Allerdings wurde manch gute Offensivaktionen nicht konzentriert genug zu Ende gespielt. Der eingewechselte Lars Noe verkürzte mit einem Schuss aus rund 20 Metern (79.). Während Deidesheim den Pfosten traf, reklamierten die Einheimischen nach einer Attacke gegen Volkan Candar vergeblich einen Elfmeter.

TuS Friedelsheim – FG Mutterstadt II 1:1

Der erste Abschnitt ging an die Mutterstadter, die die größeren Spielanteile hatten, aber vor dem Tor des TuS nicht zwingend genug waren. „Das lag auch daran, dass wir konzentriert und gut verteidigt haben“, sagte der Friedelsheimer Spielertrainer Tobias Bartnik. Allerdings ging auch für Gastgeber nach vorne nicht viel, sodass Chancen Mangelware blieben. Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Marc Schuhmacher spielte einen guten Pass in die Schnittstelle der Gästedeckung. Den erlief sich Mustapha Labeche, spielte uneigennützig quer, und Kevin Schatz vollstreckte (49.). Mutterstadt verstärkte seine Bemühungen und kam zum leistungsgerechten 1:1. TuS-Torhüter Enrico Demir lenkte einen abgefälschten Freistoß zwar an die Latte, doch den Abpraller nickte ein FG-Spieler ins Netz (66.). „Mutterstadt war ein guter Gegner, deshalb bin ich mit dem Remis zufrieden“, betonte Bartnik.

TuS Wachenheim – TSV Königsbach 7:0. „Wir haben uns den Frust der vergangenen Wochen von der Seele gespielt.“ Mit diesem Satz umschrieb Wachenheims Trainer Michael Acker den gelungenen Auftritt seiner Mannschaft. Königsbach habe zwar eine desolate Abwehrleistung geboten, das soll aber die engagierte Vorstellung der Platzherren nicht schmälern. „Von Anfang an haben wir Königsbach mit der nötigen Aggressivität und Galligkeit vor große Probleme gestellt. Der TSV ist mit dem Ergebnis noch gut bedient“, erklärte Acker. Simon Schubert brachte sein Team früh in Führung (7.), die Marcel Münch nach einem Gestochere auf 2:0 ausbaute (18.). Noch vor der Pause entschied Kai Reffert mit einem schönen Schuss ins lange Eck die Partie. Die verlief auch nach dem Wechsel extrem einseitig. Münch (70.), Michel Egenolf (78.), Gerrit Rohr (80.) und noch einmal Reffert (88.) sorgten für einen Kantersieg der Wachenheimer.

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