Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Freinsheim: Kulinarische Weinwanderung lockt in die Reben

Gedränge herrschte rund um den Oschelskopf bei der Kulinarischen Weinwanderung.
Gedränge herrschte rund um den Oschelskopf bei der Kulinarischen Weinwanderung. Foto: Franck

Eine große Schar von Weinliebhabern und Kulinarikfans war bei schönstem Spätsommerwetter in den Freinsheimer Weinlagen Schwarzes Kreuz und Oschelskopf bei der Kulinarischen Weinwanderung unterwegs. Der Auftaktabend endete mit einem Feuerwerk.

Kein Wunder, bieten sich doch auf der Wegstrecke herrliche Ausblicke Richtung Haardtrand oder in die Rheinebene. Und vom Saumagenbrötchen bis zu Austern wurde wieder eine große kulinarische Vielfalt zu den Weinen angeboten, dieses Mal wieder in den angestammten Weinlagen.

Nachdem die Wanderung 2018 wegen der Flurbereinigung am Schwarzen Kreuz auf den Musikantenbuckel verlegt worden war, fand sie allerdings mit leicht veränderter Streckenführung statt, die einige schöne neue Plätze beinhaltet. So wurde die neue Halle des Weingutes Rings mit in die Wanderung einbezogen. Der Ausblick in Richtung Erpolzheim, Dürkheim und Wachenheim ist hier genauso herrlich, wie beispielsweise von den Ständen des Winzerhofes Rehg oder der Weingüter Reibold und Oberholz. Besonders schön war dieser Blick am Freitagabend. Dank der klaren Luft leuchtete nicht nur Bad Dürkheim, sondern auch die Wachtenburg hell herüber. Auch das Feuerwerk war von überall sehr gut zu sehen. Viele Familien mit kleinen Kindern waren extra so lange geblieben, um es bestaunen zu können.

Das Verkehrskonzept hat die Stadt Freinsheim verändert: nicht die gesamte Stadt war für den Verkehr gesperrt. Die Durchgangsstraßen blieben offen, es wurden nur sehr viele Halteverbotsschilder aufgestellt, um die Rettungswege freizuhalten. Das ganz große Chaos blieb zwar aus, aber wegen der vielen Besucher, die trotz zusätzlicher Züge mit dem eigenen Auto kamen, war das Durchkommen schwer.

Cleverer machten es da Gruppen, die mit dem Bus anreisten oder direkt in Freinsheim oder der näheren Umgebung übernachteten. Denn die Weinwanderung ist immer eine sehr gesellige Angelegenheit, um mit Freunden oder Familie einen schönen Tag zu verbringen. Für die Kleinsten wird da gerne ein Bollerwagen mitgenommen.

Eine Gruppe aus St. Ingbert, die seit 2015 regelmäßig kommt, übernachtet immer in der Kurstadt, fährt das Stückchen mit dem Zug. „Es ist immer schön hier, und das Wetter spielt auch wieder mit.“ Freitagabend wurde die Runde am Schwarzen Kreuz gelaufen, am Samstag kam bei ihnen das Teilstück am Oschelskopf dran. Die 20 Hessen, die in Bissersheim eine Unterkunft gefunden haben, sind von da einfach gelaufen. Sehr gute Laune hatten auch die Wasserballer des Karlsruher Institutes für Technologie, die mit 30 Kommilitonen und zwei Bollerwagen unterwegs waren. Die ganze Wegstrecke werden sie wohl nicht schaffen, aber „wir wollen Spaß haben, dafür müssen wir nicht ganz rum“, sagte eine der Studentinnen.

x