Im Blickpunkt
Freibäder beenden Sommersaison
Dieses Jahr ist das Salinarium erst relativ spät in die Freibadsaison gestartet, nämlich am 1. Juni. Und kommenden Montag, 5. September, endet sie auch schon wieder. An diesem Tag schließt das beliebte Dürkheimer Bad bis 25. September. In den drei Sommermonaten haben allerdings 75.000 Besucher die Gelegenheit genutzt, sich in den Schwimmbecken abzukühlen und auf den Liegewiesen Sonne zu tanken. Dabei ging es der kommissarischen Leiterin Ira Schlömer zufolge friedlich zu, Streitigkeiten oder andere größere Zwischenfälle – wie sie andernorts die Schlagzeilen füllen – habe es im Salinarium nicht gegeben. „Wir hatten an Hoch-Tagen, vor allem am Wochenende, aber auch zusätzlich Security im Einsatz zur Vorbeuge“, erklärt sie.
Mit dem Gästezuspruch ist Schlömer zufrieden. In den beiden vergangenen Jahren mit Lockdowns und Corona-Auflagen habe sich deren Anzahl jeweils um die 30.000 bewegt. „Dieses Jahr hatten wir nur eigene Einschränkungen durch die Therme-Baustelle“, sagt die Salinariumschefin. „Für unsere Verhältnisse sind die 75.000 also sehr gut, obwohl sie natürlich noch deutlich unter den Zahlen von vor der Pandemie liegen.“ 2019 haben nach ihren Angaben noch 130.000 Menschen das Bad besucht. Das sei aber auch ein Ausnahmejahr gewesen.
Besucherampel nur einmal auf Rot
Obwohl also wieder sehr viel mehr los war, sei die Besucherampel auf der Homepage des Bades nur an einem Tag auf Rot gesprungen – und das auch nur kurz. „Wir mussten aber zu keinem Zeitpunkt jemanden draußen stehen lassen. Das hat sich dieses Jahr alles gut verteilt“, berichtet Schlömer.
Haben sich die wieder auf Vor-Corona-Niveau angehobenen Eintrittspreise auf den Besucherzuspruch ausgewirkt oder zu Unmut geführt? „Nein“, lautet die klare Antwort. Die Entscheidung sei gut akzeptiert worden. „Wir haben keine negativen Rückmeldungen bekommen“, sagt die kommissarische Leiterin. Zumal viele Kunden die alten Mehrfach-Karten benutzt hätten, die sie bereits 2019 gekauft hatten.
Zu den Einschränkungen durch den Therme-Bau gehört neben der kleineren Liegewiese das Versetzen der großen Wasserrutsche. Sie ist abgebaut worden und soll an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Diese Saison haben die Wasserratten deswegen darauf verzichten müssen. „Der neue Rutschenturm befindet sich noch im Bau. Im Moment geht es gut voran“, berichtet Schlömer. Sie hoffe, dass er in der nächsten Freibadsaison in Betrieb gehen kann.
Cafeteria bekommt neue Theke
Die dreiwöchige Schließung ab kommenden Montag wird für Revisionsarbeiten genutzt. „Dabei lassen wir das Wasser aus den Becken und spendieren dem gesamten Bad eine komplette Grundreinigung, drehen also alles auf links“, teilt Schlömer mit. Außerdem erfolgen die jährlichen Wartungen und kleinere Reparaturen sowie Fliesenarbeiten, die im laufenden Betrieb nicht erledigt werden können. Dieses Jahr beginnt währenddessen aber zusätzlich noch ein größeres Projekt: „Wir erneuern die komplette Verkaufstheke der Cafeteria samt aller Kühlaggregate“, verrät Schlömer. Dafür würden drei Wochen allerdings nicht reichen. Deshalb bleibe die Cafeteria voraussichtlich bis Ende Oktober geschlossen. Der Schwimmbadbetrieb im Hallenbad laufe hingegen ab dem 25. September wieder normal weiter.
Wird Hallenbad im Winter geschlossen?
Die allgemeine Energiekrise beschäftigt auch die Verantwortlichen für das Salinarium. Um Energie zu sparen, wurde vor zwei Monaten die Luft- und Wassertemperatur um zwei Grad Celsius gesenkt. Sind darüber hinaus Einsparmaßnahmen geplant, zum Beispiel eingeschränkte Öffnungszeiten oder vielleicht sogar das Schließen des Hallenbads über den Winter? Das sei noch offen. „Wir entscheiden das zusammen mit den Stadtwerken innerhalb der nächsten drei Wochen“, kündigt Schlömer an.
Das neue, kleinere Blockheizkraftwerk, das künftig das Salinarium und die Therme mit Strom versorgen soll, muss nach Angaben von Sascha Palzer, Technischer Leiter der Stadtwerke, erst noch installiert werden. „Das passiert im Zuge der Therme-Bauarbeiten“, erklärt er.
Altes Blockheizkraftwerk noch nicht angeschlossen
Bereits vollständig umgezogen und am neuen Standort angeschlossen ist das alte Blockheizkraftwerk, das künftig 800 Kilowatt Strom ins allgemeine Netz einspeisen wird. Es sollte eigentlich im Spätsommer in Betrieb gehen, diesen Plan haben jedoch Kriminelle durchkreuzt. „Wir haben einen Einbruchsschaden. Es wurden wichtige Komponenten gestohlen wie die Frequenzumrichter. Da warten wir jetzt auf die Ersatzteillieferung“, erläutert Palzer.