Bad Dürkheim Fernziel: Tribüne am „Centre Court“
«WACHENHEIM.» Dem Tennisclub in Wachenheim geht es gut. Nachdem der Vorstand vor vier Jahren verjüngt wurde und mit Tanguy Le Cocguic ein neuer sportlicher Leiter eingesetzt wurde, hat der Erste Vorsitzende, Rüdiger Göbel, kaum einen Grund zur Klage. Das „Mehrgenerationenkonzept“, das ältere und jüngere Spieler auf der idyllisch gelegenen Anlage im Burgtal in der Nähe des Burgweihers, zusammenführt, scheint aufzugehen.
„Bei uns sind jetzt wieder die Spielerinnen und Spieler am Start, die früher bei uns gespielt haben, dann aber durch Studium und Beruf kaum Zeit für den aktiven Sport hatten“, erklärt Rüdiger Göbel. Jetzt hätten sie selbst Kinder, die sie für den Tennissport begeistern würden, ergänzt er. Nachwuchsprobleme hat der Verein nicht, was auch an der guten Arbeit der Jugendwartin Claudia Solbach liegt, die in den Kindergärten und in der Grundschule in Wachenheim fleißig Werbung für den TCW macht. Eindrucksvoller Beleg für diese Entwicklung ist das gute Abschneiden der unter Neunjährigen, die im „Mainzelmännchen-Cup“ in diesem Jahr den zweiten Platz belegten. Nicht minder erfolgreich waren die Damen 50 und die Damen 55-Doppel, die in die A-Klasse beziehungsweise in die Pfalzliga aufgestiegen sind. Weniger erfolgreich verlief dagegen die vergangene Spielzeit bei den Herren des TCW. Die Herren 40 I stiegen in die A-Klasse, die Herren 40 II in die C-Klasse ab. Zum Zeitpunkt der Vereinsgründung im Jahr 1971 zählte der Verein 81 Mitglieder, im Jahr 1978, als das Clubhaus gebaut wurde, waren es bereits 160. „Als der Tennissport durch die Erfolge von Steffi Graf und Boris Becker boomte, hatten wir über 300 Mitglieder, was damals sogar zu einem Aufnahmestopp führte“, erinnert sich der Erste Vorsitzende. Mit der aktuellen Mitgliederzahl von 200 sei man im Moment sehr zufrieden. „Bei uns arbeiten alle mit, dabei wird der Familiengedanke groß geschrieben und es herrscht eine super Stimmung im Verein“, beschreibt Tanguy Le Cocguic das Vereinsklima des TCW. Dies können die Tennisspieler bereits am 26. August wieder unter Beweis stellen, wenn sie im Rahmen des Erlebnistages Deutsche Weinstraße mit einem Wein- und Essensstand am Kirchplatz vertreten sein werden. „Wir feiern gern und waren in den letzten Jahren immer mit einem Stand präsent, wenn es in Wachenheim eine öffentliche Veranstaltung, wie zum Beispiel das Weinfest oder die 1250-Jahr-Feier 2016 gab“, berichtet Rüdiger Göbel. Als nächstes Großprojekt sei die Anschaffung einer Tenniswand geplant, die als Trainingsgerät oder „Sparringspartner“ für die Aktiven benötigt werde und mit 12.000 Euro eine größere Investition darstellt. „Wir sind schuldenfrei und versuchen, solche Anschaffungen immer aus eigener Kraft zu stemmen, ohne dafür Kredite aufnehmen zu müssen“, so Göbel. Die Wand soll in zwei Jahren stehen, der Bau einer Tribüne am „Centre Court“ vor dem Clubhaus sollte in fünf Jahren realisiert sein. „Wir haben es mit unseren Plänen nicht eilig und legen Wert darauf, dass es gemeinsame Projekte aller Mitglieder sind“, erläutert der sportliche Leiter. Das stärke den Zusammenhalt und fördere die Identifikation mit dem Verein. VEREINSDATEN Vorsitzender Rüdiger Göbel, Mitglieder 200, Plätze 5, Mitgliedsbeitrag: Einzelmitgliedschaft 180 Euro, Ehepartner 120 Euro, Jugendliche 30 bis 65 Euro. Homepage: www.tc-wachenheim.de