Bad Dürkheim Fenstergeschichte(n) : Verheißung und Erfüllung

Eine besondere Begegnung zeigt dieses Glasfenster von Valentin Feuerstein.
Eine besondere Begegnung zeigt dieses Glasfenster von Valentin Feuerstein. Foto: Ladwig

An der Westseite der Edith-Stein-Kirche in Wachenheim befindet sich das Fenstermotiv einer besonderen Begegnung, die frei von Vorurteilen ist.

Glasmaler Valentin Feuerstein zeigt das Zusammentreffen von Jesus und einer Samaritanerin am Jakobsbrunnen, geschildert im Johannesevangelium. Indem Jesus die Frau anspricht und sie um Wasser bittet, setzt er sich über damalige Intoleranz, Feindschaft und Ablehnung hinweg. Die Samaritaner wurden von den Juden gemieden und verachtet. Jesus verhält sich anders im doppelten Sinn. Entgegen den herrschenden Gepflogenheiten spricht er am Brunnen des biblischen Stammvaters Jakob eine Frau vom Stamm der Samaritaner an. Er verheißt ihr statt Brunnenwasser das „lebendige Wasser“. Der Mensch, dem diese Art von Wasser zuteil wird, leidet nie mehr unter Durst – sinnbildlich steht diese Verheißung für die innere Erfüllung durch den Glauben.

Die Lebendigkeit des Wassers

Die Symbolik der Brunnen-Szene drückt der Glasmaler spürbar aus: Jesus und die Samaritanerin zeigt er nicht distanziert, sondern unmittelbar einander zugewandt. Die Frau hält den Krug fest und lauscht aufmerksam auf die Worte ihres Gegenübers. Jesus weiß um ihr Leben, doch er urteilt nicht über sie. In der Haltung der beiden zeigt sich ein intensiver Austausch. Auch die Lebendigkeit des Wassers verdeutlicht der Künstler: Wie ein Fluss quillt es aus dem Brunnen.

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