Bad Dürkheim
Fenstergeschichte(n): Ein freundliches Spiegelbild im Wachenheimer Bornweg
Fenster lassen nicht nur die Welt von draußen ins Innere eines Hauses, sie spiegeln sie auch wider. Je nachdem, wie die Umgebung gefärbt ist, kann dies hell oder düster wirken.
Ein freundliches Spiegel-Bild bildet dieses Sprossenfenster. Es gehört zu einem Haus im Bornweg in Wachenheim, das in den 1950er-Jahren gebaut wurde. Eingefasst in Sandstein, werden die Fenster überwölbt von flachen Segmentbogen. Zum hellen Anstrich des Hauses passt das dezente Blau der Klappläden. Das zur Straße gewandte Erdgeschoss-Fenster liegt an der Ostseite des Hauses und wird an heiteren Vormittagen von der Sonne beschienen. Nachmittags liegt es im Schatten. So spiegeln Fenster die unaufhörlichen Wechsel zwischen Hell und Dunkel. Das gilt auch für den Wandel durch Witterung und Jahreszeiten. Im Werden und Vergehen kann der Blick aus dem Fenster Tröstendes und Helfendes finden, was der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry so ausdrückte: „... du wirst manchmal dein Fenster öffnen, einfach so zum Vergnügen, und deine Freunde werden sehr erstaunt sein, wenn sie sehen, dass du den Himmel anblickst und lachst.“