Bad Dürkheim Fass rollt nach Rüsselsheim
Bundesligist Blau-Weiß Köln bei den Damen und der Rüsselsheimer RK bei den Herren sind die Gewinner der Premiere beim Dürkheimer Fassturnier im Hallenhockey. Die Turniersieger nehmen damit jeweils ein 225 Liter-Barrique-Holzfass mit nach Hause. Die Gastgeber schlugen sich achtbar. Die Oberliga-Damen landeten auf einem achtbaren vierten Rang, die Herren unterlagen erst im Finale gegen Rüsselsheim.
DHC-Trainer Andreas Schanninger war zufrieden. Immerhin sicherten sich die Herren souverän den Gruppensieg – wenn auch nur dank der besseren Tordifferenz gegenüber dem Hanauer THC aus der 2. Regionalliga. Ausgerechnet dem waren die Gastgeber im Auftaktspiel mit 4:5 unterlegen. „Das waren eventuell Nachwirkungen der ungewohnten Turniervorbereitung“, mutmaßte Schanninger. Statt Taktikbesprechung und Videoanalysen waren seine Spieler eher mit Turniervorbereitung, Einkauf und Partyorganisation beschäftigt. Absicht, betonte Schanninger. „Wir haben das Turnier auch als mentale Vorbereitung gesehen“, verriet Schanninger. Die Spielkonzentration auch unter erschwerten Bedingungen stand im Vordergrund. Und es funktionierte nach dem missratenen Auftakt. Mit Siegen über Nord-Zweitligist Mariendorfer THC Hamburg (5:3) und West-Zweitligist Blau-Weiß Köln (4:0) zogen die DHC-Herren ins Halbfinale ein. Und hier warteten erst die richtig schweren Bedingungen auf die Gastgeber. „Wir haben zumindest den Theken-Pokal gewonnen“, schmunzelte Schanninger. Ein Hindernis war dies nicht. In der Vorschlussrunde besiegten die Dürkheimer den Düsseldorfer SC 99 aus der Zweiten Liga West mit 9:2, unterlagen erst im Endspiel dem Rüsselsheimer RK mit 2:5. Schanningers Bilanz war trotzdem rundherum positiv: „Ziel war es, dass die Spieler auf dem Feld selbst Entscheidungen treffen. Wir konnten einiges ausprobieren und alle Spieler aus dem Hallenkader haben Einsatzzeiten erhalten.“ Immerhin bleiben vor dem Beginn der Zweitliga-Hallenrunde nun noch drei Wochen, um an Feinheiten zu feilen. Bereits in der kommenden Woche kämpfen hingegen die Dürkheimer Damen um Punkte in der Oberliga. Sie gehen mit viel Selbstbewusstsein in die Runde, schlugen sich im Feld der deutlich höher eingeschätzten Mannschaften hervorragend und ließen mit dem DHC Hannover und dem Crefelder HTC einen Regional- und sogar einen Bundesligisten hinter sich. „Das waren sehr positive Ergebnisse“, blickte Cheftrainer Schanninger auf die Runde zurück, in der die jungen DHC-Damen zunächst gegen Rüsselsheim unterlagen (1:4), aber dann mit Siegen gegen den Regionalligisten Marienburg (2:1), einem Unentschieden gegen Bundesligist Blau-Weiß Köln (1:1) und einem weiteren Erfolg gegen den Bundesligisten Crefelder HTC (4:3) zu überzeugen. Sogar der Turniersieg war noch möglich, aber im letzten Spiel unterlagen die Dürkheimer Damen dem Regionalligisten DHC Hannover mit 1:4. Schanninger war trotzdem zufrieden: Es waren sehr positive Ergebnisse und die Mannschaft hat angefangen, an die eigene Stärke zu glauben.“ |env