Wachenheim
Förderkreis Wachtenburg: Eine Ära geht zu Ende
Als „Riesenvorteil“ sieht Weilacher, dass er vom Bau kam und diesen Sachverstand bei Burgsanierungen einbringen konnte. Als Repräsentant des Vereines in der Öffentlichkeit aufzutreten, sei ihm allerdings schwer gefallen, gab er bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag zu. Es seien „schöne 38 Jahre“ gewesen und das Aufhören falle ihm nicht leicht. Er werde jedoch nächstes Jahr 80 Jahre alt. Es sei an der Zeit abzutreten. Er wolle sein Wissen als Experte bei Sanierungen weiter einbringen, betonte Weilacher. Auch Berend Pauli, ein weiteres der 62 Gründungsmitglieder und Ehrenmitglied, zog sich nach 36 Jahren aus dem Vorstand zurück.
Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) versprach, sich mit aller Kraft dafür einzusetzen, dass Dieter Weilacher zum Ehrenbürger der Stadt ernannt wird. Was er für die Stadt geleistet habe, werde für Generationen sichtbar bleiben, so Bechtel.
Sanierungen ziehen sich hin
Der Pächterwechsel in der Burgschänke Anfang 2022 sei reibungslos über die Bühne gegangen, hatte Weilacher in seinem letzten Rechenschaftsbericht festgehalten. Mit den geplanten Sanierungen seien sie in den zwei vergangenen Jahren nur schleppend vorangekommen, weil die Zusage des Denkmalamtes für ihr Drittel zu den Kosten in Höhe von 297.000 Euro noch immer auf sich warten lässt. Geplant sind eine Sanierung und Stabilisierung des Fundamentes des Bergfriedes mit weiteren archäologischen Grabungen, eine Sanierung von Mauern oberhalb und vor der Gaststätte und Ausbesserungsarbeiten an der Mauer vor der Bühne. Der Anteil des Vereines liege bereit und die Zusage der Stadt für ihr Drittel liege vor. Zum ersten Mal musste der Verein für die geplanten Sanierungen ein Artenschutzgutachten für 4000 Euro einholen.
Der Verein habe mit Blick auf die Sanierungen begonnen, den Bewuchs zu entfernen, hob der neue Vorsitzende Willy Bohl in seinem Ausblick hervor. Es ist geplant, einen Fahrradabstellplatz auf dem Burggelände einzurichten. Der Verein werde sich zudem um die Verbesserung der Fußwege kümmern. Für das Museum wurde eine Ritterrüstung aus dem 15. Jahrhundert erworben, sie wird demnächst aufgestellt. Das Barvermögen des Vereines, 233.000 Euro, wird für die Sanierungen gebraucht, der Verein bekam im vergangenen Jahr 21.800 Euro Spendengelder. Ende 2022 hatte der Verein nach eigenen Angaben 1085 Mitglieder, er wächst damit weiter leicht, aber kontinuierlich an. Vereinsmitglieder leisteten seit der Gründung vor 39 Jahren 110.816 Stunden ehrenamtliche Arbeit.
Der Vorstand
Vorsitzender: Willy Bohl (neu), Stellvertreter: Bernd Geibel, Kassenwart: Martin Schapperth (neu), Schriftführerin: Marion Freunscht, Pressewart: Werner Roßkopf, Beisitzer: Herbert Heim, Ruth Herch, Christof Kandzia, Hans Ulrich Neuber, Beisitzer, Philipp Reister, Markus Behret.
Ehrungen
Für 25 Jahre Mitgliedschaft: Elfriede Berker, Helga Cambeis, Maik Riede stellvertretend für den Drachenfelsclub, Wolfgang Friedrich, Dieter und Marianne Gläss, Marco Löchner, Holger, Nicola, Carsten, Patrick und Stephan Räch, Inge Schlösser.