Bad Dürkheim Esel für alle, ohne „Vollgas-Orgie“

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Schon bald sind schwarz-weiße Esel auf Landaus Straßen unterwegs. Keine echten Grauohren, sondern vier Elektroautos, die der Landauer Versorger Energie Südwest für alle zur Verfügung stellt. „Energie Südwest Elektroauto für Landau“ – kurz Esel – nennt das Unternehmen das für die Nutzer kostenlose E-Carsharing-Projekt, bei dem ein Anbieter Autos mehreren Fahrern. Noch gibt es jedoch keinen Termin, ab wann die Esel fahren.

Heute schon geladen? Diese Frage stellt sich ab dem zweiten Quartal jeder, der in Landau umweltbewusst vorankommen möchte, sich aber kein Elektroauto leisten kann oder will – und deshalb auf „Esel“ setzt. „Energie Südwest Elektroautos für Landau“ heißt das neue E-Carsharing-Angebot des Energieversorgers. Bis zu 200 Kilometer fahren die schwarz-weißen BMW i3 bei vollem Akku und normalem Verbrauch. Mit 200 Kilometern pro Stunde über die Autobahn donnern ist aber nicht drin, wie Robert Grajcarek, Projektleiter für neue Geschäftsfelder bei Energie Südwest (ESW), erklärt: „Vollgas-Orgien gibt es keine. Ab 150 Stundenkilometer kommt der Riegel rein, weil die Autos ansonsten überproportional viel Strom verbrauchen.“ Und der „Saft“ reiche nicht aus. Verfügbar sind die Autos nach dem „Free-Floating“-Prinzip. „Dabei handelt es sich um eine moderne Carsharing-Variante“, erläutert ESW-Vorstand Thomas Waßmuth. Die Fahrzeuge seien demnach nicht an feste Stationen gekoppelt, sondern könnten überall in der Innenstadt ausgeliehen und abgestellt werden. Über das Internet oder eine Smartphone-App können sich die Nutzer über den Standort freier Fahrzeuge informieren und diese dann mit einer speziellen Chipkarte aufschließen. Kostenlos mit Ökostrom aufladen kann man sie auf dem Parkplatz vor der Haustür der ESW in der Industriestraße oder an der Ladesäule auf dem alten Messplatz. Fürs Aufladen an anderen Stationen zahlen die Fahrer. Die Energie Südwest least die Viersitzer bei BMW. Der Listenpreis liegt laut Grajcarek ohne Zusatzausstattung bei etwa 30.000 Euro. Die vier Autos haben alle eine Klimaanlage. Die ESW plant, in den kommenden Jahren verstärkt in die Elektromobilität zu investieren. So soll beispielsweise die Anzahl der Aufladestationen in Landau erhöht werden. Wie viele das sein und wann sie eingerichtet werden, steht laut Projektleiter Grajcarek noch nicht fest. Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch (CDU) hat schon einen Esel begeistert“ Probe gefahren. Einen Termin, ab wann die vier Elektroautos durch die City düsen werden, gibt es noch nicht. In den ersten drei bis sechs Monaten ist die Anmeldung kostenlos. „Danach werden wir eventuell eine Gebühr von etwa 20 Euro verlangen“, so Grajcarek. Wer Probe sitzen will, kann das bis einschließlich Sonntag in Halle 1 der Landauer Wirtschaftswoche tun. Info Wirtschaftswoche auf dem Landauer Messegelände bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Im Internet www.esel.cab |bje

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