Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Erweiterung für Kita „Pusteblume“ beschlossen

Die Kita „Pusteblume“ wird um einen Nebenraum erweitert.
Die Kita »Pusteblume« wird um einen Nebenraum erweitert.

Die Kita „Pusteblume“ wird um einen Nebenraum auf der Westseite erweitert. Das hat der Wachenheimer Stadtrat in seiner Sitzung am Montag einstimmig entschieden. Die Erweiterung soll etwa 212.000 Euro kosten.

Die Erweiterung der Einrichtung diene der Sicherung von 30 zusätzlichen Kita-Plätzen, verdeutlichte Stadtbürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Pro Platz könne man mit 8500 Euro Förderung rechnen. Für alle 160 Kita-Plätze ein Sieben-Stunden-Angebot gewährleisten, das sei das Ziel, verdeutlichte Bechtel.

Momentan essen 100 der 160 Kinder in der Kita, berichtete deren Leiterin Bärbel Sutter. Aber damit sei man bereits am Rande der Kapazitäten. Wenn alle Kinder zum Mittagessen blieben – künftig haben alle Eltern einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung – brauche man mehr Raum, so Sutter. Arnold Nagel (FWG) begrüßte die Erweiterung, bemängelte jedoch, dass die Stadt nur reagiere, nicht agiere, man brauche eine Zukunftsplanung für die Kita. „Wir sind unserer Zeit voraus“, widersprach Bechtel, immerhin habe man eine achtjährige Übergangsfrist für die Sicherung der Plätze zugebilligt bekommen.

90-prozentige Förderung vom Bund

Architekt Martin Kerbeck stellte den Räten einen schon fast fertigen Plan für die Erweiterung vor. Seine Mitarbeiter würden es schaffen, dass der Plan samt Kostenrechnung bis 31. Dezember bei der Kreisverwaltung liegt, versprach der Architekt. Das ist von Bedeutung, weil Wachenheim dann noch von der bis zu 90-prozentigen Förderung durch den Bund profitieren kann. Da in dem Förderprogramm auch Maßnahmen bezuschusst werden können, die in mittelbarem Zusammenhang mit der Haupterweiterung stehen, entschied man sich auch dafür, die Lichtkuppeln im Flur zu erneuern, um ihre Lüftungsfunktion zu verbessern.

Diskussion um SPD-AntragDamit ein Arzt seine Praxisräume im Römerweg erweitern kann, stimmte der Stadtrat bei sechs Gegenstimmen zu, den dort geltenden Bebauungsplan mittels eines sogenannten „Vorhabenbezogenen Bebauungsplans“ für das Vorhaben zu ändern. Hans-Jürgen Häfner (SPD) sagte, man könne nicht wollen, dass nun scheibchenweise geändert werde, was man bei der Aufstellung des Bebauungsplanes gewollt habe.

Diskussion um SPD-Antrag

In der Novembersitzung hatte die SPD einen Antrag vorgelegt. Darin ging es darum, für das Baugebiet „Mühlwiese-Poppental“ eine Veränderungssperre zu beschließen, den alten Bebauungsplan aufzuheben und einen neuen aufzulegen. Zur Begründung des Antrages verwies Fraktionsvorsitzender Häfner auf ein Schreiben der Kreisverwaltung. Der Bebauungsplan sei funktionslos. Dem widersprachen aber Bauamtsleiter Stefan Schneider und Bürgermeister Bechtel.

Nach mehr als halbstündiger Diskussion zog Häfner den Antrag verärgert zurück. In der nächsten Sitzung sollen dem Stadtrat die in Frage kommenden Bebauungspläne vorgelegt werden.

Statt 6000 Euro kostet ein Stellplatz in der Stadt Wachenheim ab dem neuen Jahr 8800 Euro.

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