Wachenheim
Erste Testfahrten auf der neuen Pumptrack-Anlage
Wer in den letzten Tagen einen Spaziergang zur Schwimmbadwiese in Wachenheim unternommen hat, konnte beobachten, dass die 70.000 Euro teure Pumptrack-Anlage, die auf einer Fläche von 500 Quadratmetern mit Steilkurven, Wellen, Innen- und Außenbahnen geplant ist, immer mehr Konturen annimmt.
„Wir sind jetzt seit fast drei Wochen dabei, die Bahn mit schwerem Gerät in die gewünschte Form zu bringen“, berichtet Felix Lapport von der Shapetastic-Crew aus Trippstadt, die mit der Planung und dem Bau der Anlage beauftragt wurde.
Mit Spaten und Harken werden die Hügel modelliert
Am Freitag war es dann soweit, dass acht Wachenheimer Jugendliche mitangepackt und mit Spaten und Harken ausgestattet beim Modellieren einiger Hügel und einer Steilkurve mitgeholfen haben. Die Anlage bekommt so ein individuelles, den Vorstellungen der jungen Leute entsprechendes Aussehen.
Nach getaner Arbeit wurden die neuen Streckenabschnitte von Lapports Team mit einem Rüttler verfestigt und für Probefahrten freigegeben. Als Erster konnte der elfjährige Luis Conrad, wie alle anderen auch mit Helm ausgestattet, mit seinem BMX-Rad die Bahn testen. „Voll cool, hat voll Spaß gemacht, da kann man sogar springen“, lautete sein fachmännisches Urteil.
Wenn das Wetter mitspielt, kann es jetzt schnell gehen
Oscar Schirmer hat auch fleißig mitgearbeitet und hätte die Hügel eigentlich noch etwas höher gebaut, damit man besser springen könne. „Die ersten Fahrten waren ganz ok, das ging ab, aber mit dem Asphaltbelag wird es noch besser“, freut sich der Neunjährige. „Die Kinder haben super mitgearbeitet, wir sind begeistert, die haben sich sehr geschickt angestellt“, berichtet Felix Lapport anerkennend. So haben auch Mara Göbel (10) und Freundin Stella Fiebranz (11) beim „Arbeitseinsatz“ eine gute Figur abgegeben. „Ich möchte hier meine eigene Bahn mitgestalten und beim Modellieren der Steilkurve mithelfen“, berichtet Mara, die vom Papa die Zusage hat, demnächst mit einem neuen Mountainbike ihre Runden drehen zu können. Stella war dabei, weil ihre Freundin sie gefragt hat, ob sie nicht mithelfen wolle. „Ich hab mir meinen Spaten geschnappt und habe geholfen, hat voll Spaß gemacht“, sagte sie, schwang sich aufs Rad und absolvierte die erste Proberunde ohne Probleme. Wenn die Asphaltschicht aufgebracht ist, wollen beide später auch mit dem Skateboard ihre Runden drehen.
105 Tonnen Asphalt werden verteilt
Laut Shapetastic-Crew werden die Modellierungen in Kürze abgeschlossen sein, und mit dem anschließenden Auftragen von Schotter habe man alle Vorbereitungen getroffen, dass am Freitag und Samstag asphaltiert werden kann. „Wenn das Wetter mitspielt und es nicht regnet, können die Asphaltierungsarbeiten am Wochenende durchgezogen werden“, bestätigte Rüdiger Göbel von der Arbeitsgemeinschaft Schwimmbadwiese.
Dann werden die helfenden Hände der Papas benötigt, die zusammen mit Shapetastic und Mitarbeitern des Bauhofs und der Lieferfirma die etwa 105 Tonnen Asphalt auf der Bahn verteilen werden.
Wenn das Gelände neben dem aufgetragenen schwarzen Belag mit Mutterboden aufgefüllt und so auf ein einheitliches Niveau gebracht sei, könne die Bahn mit allem, was Räder hat, befahren werden. Wann die Anlage offiziell freigegeben wird, steht noch nicht fest.