Wachenheim
Ergänzung zu Homeoffice und Büroarbeitsplatz
„Aufgrund der Corona-Einschränkungen hatten wir ab dem 6. April nur das Obergeschoß genutzt. Die Öffnung des Untergeschosses haben wir mit einer offiziellen Eröffnungswoche Anfang Juli verbunden“, berichtet Community-Managerin Andrea Moersdorf. Jetzt stünden insgesamt 24 Plätze, davon 15 Desktop-Arbeitsplätze, zur Verfügung. Nach Aussage der Mitgründerin von „1000 Satellites“, Caro Windlin, erwarten den Nutzer neben voll ausgestatteten Bildschirmarbeitsplätzen Rückzugsmöglichkeiten, Besprechungsräume und Communitybereiche sowie Veranstaltungsflächen. Die Eröffnungswoche wurde begleitet von Podiumsdiskussionen und Fachvorträgen unter anderem zu den Themen „Zukunft des Arbeitens“ und „Co-Working und Nachhaltigkeit“.
„Zu Hause zu arbeiten, ist für mich schwierig, weil ich dort keinen richtigen Arbeitsplatz habe. Außerdem haben wir zwei Kinder, dann wäre es noch schwieriger“, berichtet Jann Müller, dessen Büro eigentlich in Mannheim ist. Der selbstständige Softwareprogrammierer, zugleich ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt Wachenheim, hat auch schon das Angebot in Neustadt genutzt. Neben dem stilvollen Ambiente gefallen Müller auch die professionell ausgestatteten Arbeitsplätze sowie die Möglichkeit, mit anderen Co-Workern in Kontakt zu kommen.
Kostenloser Probetag möglich
Wer reinschnuppern möchte, kann sich für einen kostenlosen Probetag vormerken lassen. Thomas Noe aus Frankenstein ist bei unserem Besuch zum ersten Mal im Satellitenbüro in Wachenheim. „Ich habe mich hier für die dreimonatige Pilotphase, die mir mein Arbeitgeber ermöglicht, angemeldet, um ein bisschen reinzuschnuppern. Ich denke aber schon, dass es das Richtige für mich ist und werde den Community-Managerinnen ein regelmäßiges Feedback zukommen lassen“, berichtet der Accountmanager, der bei der BASF im Außendienst tätig ist.
Er sieht das Angebot als Ergänzung zu seinem häuslichen Arbeitsplatz, wo er konzeptionelle und konzentrierte Arbeiten ausführt. „Hier werde ich den Schwerpunkt auf die kommunikative Ebene legen, um mich auch mit Menschen aus anderen Bereichen auszutauschen“, erklärt Noe. Ihm gefalle die tolle Atmosphäre, die das Weingut verströmt. „Es fühlt sich einfach gut an“, sagt Noe, der sich schon seit einiger Zeit Gedanken über alternative Arbeitsmöglichkeiten gemacht hat, zumal die Verkehrsanbindung nach Ludwigshafen noch mehrere Jahre äußerst problematisch sein werde.
Für ihn sei ein Arbeitsmodell optimal, wenn man sich mal in der Firma, mal im Co-Working-Space treffen und auch zu Hause arbeiten würde.