Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Ellerstadt: Großer Kreisel für mehr Sicherheit

Soll durch einen großen Kreisel entschärft werden: die Feuerberg-Kreuzung.
Soll durch einen großen Kreisel entschärft werden: die Feuerberg-Kreuzung. archivFoto: Franck

Die gute Nachricht in Sachen Kreuzung auf dem Feuerberg: Die Gefahrenstelle soll mit einem großen Kreisel entschärft werden. Das teilte der Dienststellenleiter des Landesbetriebes Mobilität, Martin Schafft, mit. Aber ein Wermutstropfen bleibt.

Vorbild ist der Kreisel zwischen Birkenheide und Maxdorf: Er hat einen Durchmesser von 40 Metern. Hier sei die gute Befahrbarkeit für alle Fahrzeugarten gewährleistet. Die Schwierigkeit dabei sei, dass mehrere private Grundstücksflächen betroffen sind.

Der LBM sowie die anwesenden Kommunalvertreter hätten sich in der Besprechung mehrheitlich für diese Variante ausgesprochen, so Schafft. Als nächsten Schritt wird der Landesbetrieb die betroffenen Grundstückseigentümer schriftlich informieren und ein Kaufangebot unterbreiten. Die Maßnahme ist nicht im aktuellen Bauprogramm 2019/2020 des Landes enthalten. Daher könne ein Baubeginn frühestens im Jahr 2021 erfolgen, so der LBM.

Ende August hatte der LBM Speyer den Vertretern der vom Kreisel tangierten Verbandsgemeinden Wachenheim, den Ortsgemeinden Ellerstadt, Birkenheide und der Stadt Bad Dürkheim den aktuellen Sachstand zur Kreuzung L 426/L 427 am Feuerberg vorgestellt. Insbesondere von Ellerstadter Seite war seit längerem eine Entschärfung der dortigen Kreuzung durch einen Kreisel gefordert worden. Nachdem 2018 nach der Auswertung der polizeilich erfassten Unfälle bekannt wurde, dass die Kreuzung nunmehr eine „aktive Unfallhäufungsstelle“ ist, habe der LBM Mitte 2018 einen Planungsauftrag für Vermessung und Umplanung des Kreuzungsbereiches an ein Ingenieurbüro erteilt, teilte Schafft mit. Dieses Planungsbüro hatte drei Varianten für die Feuerberg-Kreuzung vorgestellt.

Die beiden abgelehnten Varianten zum Vergleich: Ein sogenannter Kreuzungsversatz. Dabei würde die L 526 von Ellerstadt kommend um etwa 120 Meter Richtung Bad Dürkheim verlegt und als Einmündung auf die L 527 stoßen. Das konfliktträchtige Kreuzen der vorfahrtsberechtigten Mannheimer Straße von Ellerstadt nach Erpolzheim und umgekehrt entfiele. Ein Nachteil in den Augen des LBM war ein großer Verbrauch von Weinbergsflächen. Außerdem wäre ein Eingriff in das Vogelschutzgebiet Haardtrand erforderlich gewesen.

Keine Chance hatte ein kleinerer Kreisel mit einem Außendurchmesser von 35 Metern. Vorteil eines solchen Kreisels wäre der geringe Eingriff in Privatgrundstücke. Der Nachteil: Wegen des geringen Durchmessers wäre die Befahrbarkeit für große Fahrzeuge wie Sattelzüge und landwirtschaftliche Fahrzeuge deutlich eingeschränkt.

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