Bad Dürkheim Einstelligen Tabellenplatz angepeilt

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GÖNNHEIM. Nach einem zehnten Platz in der vergangenen Spielzeit will sich der TV Gönnheim in der kommenden Runde der Fußball-C-Klasse Rhein-Mittelhaardt Ost verbessern. Trainer Meiko Müller hat einen einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel ausgegeben. Der Mannschaft wurde junges Blut zugeführt.

Meiko Müller übt das Traineramt allerdings nicht alleine aus, sondern zusammen mit Alexander Bassemir. Beide haben früher schon gemeinsam für den TVG die Stiefel geschnürt. Das will der 46-jährige Bassemir auch weiterhin tun, während Müller (38) sich mehr an der Seitenlinie sieht. „Von außen hat man den besseren Überblick, erkennt Entwicklungen eher und hat einen größeren Einfluss“, erklärt Müller. Vor allem im taktischen Bereich sei es eine große Umstellung gewesen, in der untersten Liga tätig zu sein, hat der ehemalige Maxdorfer erkannt. Verteidiger Müller hat lange beim ASV gespielt, war Kapitän und ist mit den Maxdorfern von der B- in die A-Klasse sowie danach als Neuling direkt in die Bezirksliga aufgestiegen. In Gönnheim sind die Voraussetzungen nach dem Neuanfang 2013 naturgemäß völlig konträr und es gibt andere Punkte, die wichtig sind und an denen sich orientiert wird. „Die Kameradschaft innerhalb der Mannschaft ist sehr gut. Zu verdanken ist dies unserem Trainerteam, das nach der Winterpause das Amt übernommen hat“, sagt Spielleiter Waldemar Binder. Dass ein neuer Geist Einzug gehalten hat, belegt Müllers folgende Aussage: „Als wir gekommen sind, waren acht Mann im Training. Jetzt kommen regelmäßig 16 Spieler.“ Ein Fakt, der dafür spricht, dass es den Jungs Spaß macht und der TVG auf einem richtigen Weg ist. Der Coach, dem die Viererkette in Maxdorf in Fleisch und Blut übergegangen ist, lässt auch in der C-Klasse mit dieser Abwehrformation spielen. „Natürlich muss man in vielerlei Hinsicht Abstriche machen, trotzdem ist die Aufgabe sehr reizvoll“, betont Müller. Ein kleines Beispiel: Während in höheren Klassen die Außenverteidiger permanent das Spiel ankurbeln und bisweilen sehr hoch stehen, nehmen in den unteren Ligen – so auch in Gönnheim – meist Spieler diese Positionen ein, deren Stärke fast ausschließlich in der Defensive liegt. „Deshalb bauen bei uns die zentralen Akteure das Spiel auf“, verdeutlicht der Trainer. Zu den Stärken der Gönnheimer, die vorerst auf Kapitän Dominik Schön wegen eines Muskelfaserrisses verzichten müssen, zählen das Defensivverhalten und das Spiel gegen den Ball. Dagegen sind die Offensivbemühungen, das Umschalten nach Ballgewinn noch ausbaufähig. „Zudem haben wir keinen gelernten Stürmer im Kader. Da werden wir einiges ausprobieren. Wir müssen uns auch mehr Chancen herausspielen“, fordert Müller. Derzeit haben die Trainer Patrick Christ in den Angriff beordert, der seine Sache gut mache. „Entscheidend wird sein, dass wir mannschaftlich geschlossen auftreten. Erfolge werden wir nur als Team verzeichnen können“, glaubt Müller. Das Team kommt künftig etwas juveniler daher. „Uns haben sich nur junge Spieler angeschlossen. Das finde ich sehr positiv und wird uns beim Neuaufbau helfen“, freut sich Binder. Das Quintett der Neuen ist im Schnitt knapp über 21 Jahre. (Fotos: E. Kunz) TV Gönnheim in Kürze Neuzugänge: Stefan Bolea (25, Rumänien), Jonny Koch (24, reaktiviert), Alessandro Santoro (21), Joshua Schäfer (19, beide RW Seebach), Roger Wiebelskircher Roger (18, ASV Maxdorf, A-Junioren). Abgänge: Matthias Bonifer (Ziel unbekannt). Werbepartner: Etliche kleine lokale Sponsoren. Nachwuchsarbeit: keine. Sportanlage: Gönnheim, Jahnstraße 1, Telefon 2373. (thl)

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