Wachenheim
Ein Abschnitt der Weinstraße wird komplett erneuert
Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) erinnerte daran, dass die Arbeiten an dem Straßenabschnitt eigentlich schon im vergangenen Jahr hätten abgeschlossen sein sollen. Vorgesehen war, dass Straßendecke, Gehwege, Rinnen und Borde erneuert werden. Einen entsprechenden Auftrag hatte der Stadtrat vergangenes Jahr vergeben. Eine Erneuerung des Unterbaus der Weinstraße habe der zuständige Landesbetrieb Mobilität (LBM) damals nicht für erforderlich gehalten. Nach einem Wechsel bei den zuständigen Mitarbeitern des LBM habe man mitgeteilt, dass der Unterbau nun doch erneuert werden soll, so Bechtel. Außerdem soll auch die gesamte Kreuzung in die Arbeiten einbezogen werden, was nicht vorgesehen gewesen sei. Zudem sei geplant, die Straßenbeleuchtung in diesem Bereich auf LED-Lampen umzustellen und auf dem östlichen Gehweg drei zusätzliche Lampen zu installieren.
Kosten erhöhen sich auf 451.000 Euro
Die Kosten, einschließlich der Entsorgung von kontaminiertem Material, das im Unterbau der Weinstraße vorhanden ist, erhöhen sich nach Angaben von Bechtel dadurch auf über 451.000 Euro. Davon übernehme das Land etwa 197.000 Euro. Der Anteil der Stadt beträgt rund 254.000 Euro. Wann mit den Arbeiten begonnen wird, stehe noch nicht fest, so Bechtel.
Erster Beigeordnete Manfred Bühler (FDP) forderte, dass der Bordstein des Bürgersteigs vor dem Rieslinghof abgesenkt werden muss. Dieser sei für Menschen mit Rollator oder Kinderwagen zu hoch. Dem stimmte Jürgen Rohr (SPD) zu. Bechtel und Planer Burkhardt Döll sagten, dass der Bürgersteig vor dem Rieslinghof für Rollatoren und Kinderwagen viel zu schmal sei, deshalb sei vorgesehen, Fußgänger diagonal über die Weinstraße zu lenken, so dass sie nicht vor dem Rieslinghof laufen müssen. Die Kurve am Rieslinghof sei sehr eng, „das ist für Fußgänger saugefährlich“, so Döll. Nach längerem Hin und Her einigte man sich schließlich auf den Vorschlag von Hans-Jürgen Häfner (SPD), die diagonale Querung für Fußgänger zu markieren und die Ampel so zu schalten, dass die Fußgänger ausreichend Zeit zum Überqueren der Straße haben.
Kommt Tempo 30?
Allgemeine Zustimmung fand die Forderung von Walter Disteldorf (CDU) und Petra Herriger (Grüne), dass in diesem Bereich nur noch Tempo 30 gefahren werden darf. Bechtel äußerte Zweifel, dass der LBM damit einverstanden sein wird.
Keinen Erfolg hatte Arnold Nagel mit seiner, bereits im September abgelehnten und am Montag erneut vorgetragenen Forderung, die Mauer am Abschluss des Pfortenstücks zu sanieren. Wenn die Mauer die geplanten Straßenbauarbeiten überstehe, dann bleibe sie wahrscheinlich noch viele Jahre stabil, so Döll. Am Ehrenmal, dessen Sanierung Nagel ebenfalls forderte, sind nach Angaben von Döll einige Sanierungsarbeiten geplant.