Bad Dürkheim Dubbeglasorden zum ausgefallenen Wurstmarkt: Der Winzer weint
„Nur Geisterschobbe statt Dürkheimer Wurstmarkt“ steht auf dem Orden, den Dania Mayer für den Dürkheimer Wurstmarkt 2020 gestaltet hat. Ab Dienstag, 1. September, ist er im Verkauf. Zwar findet das Weinfest in diesem Jahr gar nicht statt, auf den Orden zu verzichten, war für die Dürkheimer Designerin aber nach eigener Aussage keine Option. Der beliebte Anstecker greift wie immer das prägende Thema des Jahres auf und hat passenderweise die Umrisse des Coronavirus. Der sonst so starke Dürkheimer Winzer „weint bittere Tränen, dass es dieses Jahr keinen Wurstmarkt gibt“, erklärt Mayer das Motiv. Der „Geisterschobbe“ hat dabei für sie eine doppelte Bedeutung. Zum einen ist er eine Anspielung auf die in Coronazeiten gängigen Geisterspiele und zum anderen gibt der Begriff einen Hinweis darauf, dass die Dürkheimer ihren Wurstmarkt 2020 nur im Geiste feiern können. Der Orden ist in dunklen Farben gehalten, das obligatorische „Dubbeglas“ hängt an einem schwarz-weiß-farbenen Band, eine Art „Trauerflor“, so die Designerin.
Der Orden kostet in diesem Jahr wieder 4 Euro. Es handelt sich um eine „limitierte limitierte Auflage“, so Mayer, die nie preisgibt, wie viele der Orden sie in Umlauf bringt. Er ist in annähernd 20 Geschäften zu erwerben, unter anderem in der Dürkheimer Tourist-Info, beim Modegeschäft Manthey und im Riesenrad, aber auch in Wachenheim im Café Schellack und im Kallstadter Weinprobierstand. Die Einnahmen will Mayer abzüglich der Produktionskosten und einer Rücklage fürs kommenden Jahr an den Hilfefonds der christlichen Schaustellerseelsorger spenden. Die Wurstmarkt-Schausteller seien ihr in den vergangenen Jahren zu Kollegen geworden, so Mayer.