Bad Dürkheim DLG-Bundesehrenpreis: Winzer des Jahres aus Bad Dürkheim
Er gilt als die höchste Auszeichnung der deutschen Weinwirtschaft: Der Bundesehrenpreis, der jährlich vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vergeben wird. In diesem Jahr wurde das Weingut Bärenhof Helmut Bähr & Sohn zum „Weinerzeuger des Jahres 2022“ gekürt und erhielt dafür den Bundesehrenpreis in Gold. Dieser wurde dem Betrieb am Dienstagabend im Zuge der Bundesweinprämierung der DLG (Deutsche Lebensmittel-Gesellschaft) in feierlichem Ambiente im Palais Schloss Wachenheim verliehen.
Der Familienbetrieb aus Ungstein erhielt den Preis für das deutschlandweit beste Gesamtergebnis aller diesjährig eingereichten Weine. Außerdem erzielte das Weingut zusätzlich Platz neun auf der Rangliste der besten Sekterzeuger 2022. „Das ist eine schöne Bestätigung dafür, dass wir mit dem, was wir machen, auf dem richtigen Weg sind“, sagte Jürgen Bähr bei der Verleihung stolz.
Ein Traum geht in Erfüllung
Als er 2007 den zweiten Platz in der Kategorie Beste Jungwinzer belegt hatte, habe er sich vorgenommen, einmal den Bundesehrenpreis zu bekommen. „Es hat zwar 15 Jahre gedauert, aber umso schöner ist es, dass es jetzt geklappt hat“, freute sich Bähr. Sein Vater Günter Bähr hat sogar noch länger auf die Ehrung gewartet. Wie er in seiner Laudatio verriet, hatte er seit seiner ersten Teilnahme bei der DLG-Weinprämierung im Jahr 1975 den Wunsch, einmal zum „Winzer des Jahres“ gekürt zu werden. Nachdem das Weingut die vergangenen drei Jahre jeweils den Bundesehrenpreis in Silber verliehen bekommen hatte, konnten sie am Dienstagabend dann die goldene Medaille entgegennehmen. „Jetzt sind mein Traum und mein Ziel in Erfüllung gegangen“, sagte Günter Bähr zum Abschluss.
Neben dem Weingut Bärenhof konnten sich noch weitere Winzer aus der Region über Auszeichnungen bei dem führenden Qualitätswettbewerb für deutsche Weine und Sekte freuen. So befinden sich direkt zwei Weingüter aus Bad Dürkheim auf den vorderen Plätzen in der Rangliste der Betriebe, die sich durch ihre langjährigen Spitzenleistungen bei den DLG-Prämierungen auszeichnen. Wer hier die Nase vorn hat, errechnet sich aus einer Summe aller Ergebnissen der vergangenen Jahre. Die Vier Jahreszeiten Winzer erreichten den dritten Platz für ihre gleichbleibende, nachhaltige Qualitätsarbeit, gefolgt von dem Weingut Darting auf Platz vier. Der erste Preis ging auch in die Pfalz: an das Weingut August Ziegler in Maikammer. „Wir freuen uns sehr über den fortlaufenden Erfolg“, erzählte Herwarth Ziegler.
Die Pfalz räumt ab
Insgesamt wurden in diesem Jahr 2587 Weine und Sekte von einer Experten-Jury ausgezeichnet. Vergeben wurden 60 Gold Extra-, 695 Gold-, 1137 Silber- und 695 Bronze-Medaillen. Dabei schnitten die Winzer aus der Pfalz mit Abstand am besten ab: Mit 892 Prämierungen erhielten sie die meisten Auszeichnungen für ihre Weine und Sekte. Dahinter folgt die Region Baden mit 438 Preisen, sowie Rheinhessen mit 389 und Württemberg mit 382.
Überreicht wurden die Bundesehrenpreise von der Ministerialdirigentin Bettina Hartwig und Freya von Czettritz, Geschäftsführerin der DLG, gemeinsam mit der Deutschen Weinprinzessin Luise Böhme an die Preisträger.
Weitere Platzierungen
Unter den DLG Top 100 der besten Weinerzeuger, belegten weitere Plätze in der Rangliste: Weingut Bärenhof Helmut Bähr & Sohn aus Bad Dürkheim (Platz 15); Weinwelt Herrenberg-Honigsäckel aus Bad Dürkheim (Platz 29); Weinland Wachtenburg aus Wachenheim (Platz 32); Weingut Pfleger-Karr aus Weisenheim am Berg (Platz 36) und die Winzergenossenschaft aus Kallstadt (Platz 44).