Erpolzheim / Gönnheim
Die Spargelsaison hat begonnen
Seit 23. März gibt es die weißen Stangen im geöffneten Hofladen des Spargelhofs Walter in Gönnheim. Doch die verbreitete Kälte mit den deutlichen Nachtfrösten gleich zu Beginn hatten einen Ernteeinbruch zur Folge, erzählt Alexandra Walter, die Betreiberin des Hofladens. Die Ausbeute betrug im Schnitt nur wenige 50 Kilo Spargel auf zehn Hektar am Tag, viel zu wenig, um die Nachfrage befriedigen zu können.
Die mit Folien mehrfach abgedeckten, etwa 40 Zentimeter hohen Spargelbalken brauchen jetzt ein wenig, bis sie wieder durch und durch gewärmt sind. „Das klappt hoffentlich noch rechtzeitig vor den Osterfeiertagen“, so Walter, „denn da ist die Spargelnachfrage erfahrungsgemäß ziemlich groß. Es könnte aber knapp werden“, meint die Gönnheimerin.
Kein Problem gab es dieses Jahr – im Gegensatz zur Spargelsaison 2020 – mit den Erntehelfern aus Osteuropa, berichtet Walter. Wie sie einreisen durften, war klar geregelt. Sie mussten einen negativen Corona-Test vorlegen, anschließend fünf Tage in ihren Wohn- und Arbeitsgruppen bleiben, danach wurden sie erneut getestet. Die Erntehelfer arbeiten in festen Gruppen.
In den nächsten Tagen will Walter ihre Verkaufsstellen in Bad Dürkheim (Parkplatz Nähe Lidl), Deidesheim und Weisenheim am Berg (Weinatrium) öffnen.
Seit 24. März wird im Spargelhof Zein in Erpolzheim das leckere Gemüse wieder verkauft. Im Moment werden es „jeden Tag ein bisschen mehr Spargel“, sagt Andreas Zein. „Vergangene Woche war es dem Spargel definitiv zu kalt zum Wachsen.“ Das hatte zur Folge, dass die Nachfrage der Kunden größer war, als der Nachschub aus den Feldern kam. Ein „bisschen kalt“ macht laut Zein nichts, da schützen die Folien genug vor dem Auskühlen. Wichtig ist auch, dass die Sonne darauf scheint und die Balken sich unter den Folien erwärmen können.
Hie und da hatte der Starkwind der vergangenen Tage auch die Folien von den Balken geblasen, das musste erst wieder in Ordnung gebracht werden. Von der Feuchtigkeit her gibt es laut Zein keine Probleme, hier reicht die Winterfeuchtigkeit aus, denn Spargelpflanzen können Feuchtigkeit in ihren Wurzeln speichern. Die mit Corona-Test aus Rumänien eingereisten Spargelstecher sind beim Gesundheitsamt gemeldet, nach der fünftägigen Quarantäne an Ort und Stelle kam eigens ein Tester auf den Hof, um die abschließenden Testungen durchzuführen.
„Ein bisschen Bauchweh“ hat Zein bei dem Gedanken, dass in Rumänien eventuell die Tests ausgehen könnten, sodass ein neuer Schwung Spargelstecher als Wachablösung gar nicht erst einreisen dürfte. „Da würde es bei uns eng“, meint er.