Fragen und Antworten RHEINPFALZ Plus Artikel Deutschlandticket: Maxx-Ticket für Kreisschüler hat ausgedient

Schüler fahren jetzt mit dem Deutschland-Ticket zur Schule.
Schüler fahren jetzt mit dem Deutschland-Ticket zur Schule.

Seit Anfang Mai versenden Verkehrsunternehmen im Kreis Bad Dürkheim die Deutschlandtickets für Schüler. Sie ersetzen die bisherigen Maxx-Tickets. Welche Vor- und welche Nachteile bringt das? Wir haben bei der Kreisverwaltung nachgefragt.

Wie viele Kreisschüler erhalten das Deutschlandticket anstelle des Maxx-Tickets?
Zum 1. Mai konnten 2349 Maxx-Tickets auf das Deutschlandticket umgestellt werden. Weitere 781 werden im Laufe des Monats Mai auf das Deutschlandticket umgestellt, rund 1000 Tickets zum neuen Schuljahr 2023/2024.

Warum haben nicht alle Schüler das Deutschlandticket Anfang Mai erhalten?
Die Maxx-Tickets wurden bei drei verschiedenen Verkehrsunternehmen bestellt. Die Umstellung ist mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden. Ein Verkehrsunternehmen konnte die Umstellung zunächst nicht zum 1. Mai gewährleisten. Nach intensiven Gesprächen in den vergangenen Tagen konnte erwirkt werden, dass auch bei diesem Unternehmen die Tickets im laufenden Monat umgestellt werden, die Versendung hat bereits begonnen.

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Größere Reichweite

Wie viel spart der Kreis künftig an Kosten ein?
Grundlage der Berechnung sind die aktuellen Tarife. Das Deutschlandticket ist gegenüber dem Maxx-Ticket 2,30 Euro (jährlich 27,60 Euro) günstiger. Sobald alle Tickets umgestellt sind, ergibt sich für den Kreis eine monatliche Ersparnis in Höhe von 9.471,40 Euro (113.356,80 Euro jährlich).

Müssen die Schüler das Deutschlandticket schon bei sich tragen oder gilt aktuell auch noch das Maxx-Ticket?
Sobald das Deutschlandticket vorliegt, entfällt die Gültigkeit des Maxx-Tickets.

Warum müssen die Maxx-Tickets laut Brief eines Verkehrsunternehmens an die Kreisverwaltung zurückgesendet werden? Gibt es auch alternative Rückgabeorte?
Die Maxx-Tickets sind personifiziert. Sie sollen grundsätzlich zurückgegeben werden, um Missbrauch entgegen zu wirken. Die Rückgabe kann direkt an das Verkehrsunternehmen, im jeweiligen Schulsekretariat oder bei der Kreisverwaltung erfolgen.

Ab wann ist die flächendeckende Ausgabe der Deutschlandtickets als Chipkarte geplant?
Die Umstellung auf Chipkarten ist zum 1. September geplant.

Wird auf den Chipkarten auch ein Foto der Nutzer zu sehen sein?
Die Frage zum Foto kann noch nicht abschließend beantwortet werden. Hierzu finden noch Abstimmungen mit den Verkehrsbetrieben und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) statt.

Müssen die Schüler zur Nutzung des Deutschlandtickets ein Ausweisdokument mitführen?
Da derzeit noch keine digitalen Kontrollmöglichkeiten bestehen, sind alle Nutzer in einer Übergangszeit dazu angehalten, ein Ausweisdokument mitzuführen. Es ist davon auszugehen, dass die Mitführung eines Ausweisdokuments Ende des Jahres entfallen kann.

Welche Ausweisdokumente werden empfohlen?
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat für Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren kürzlich festgelegt, dass ein Schülerausweis als Ausweisdokument ausreichend sein soll. Details werden noch festgelegt.

Die jetzt zugesandten Deutschlandtickets gelten bis Ende Juli, das neue Schuljahr startet am 4. September. Gibt es für August eine Zwischenlösung?
Der Kreis ist für die Schülerbeförderung zuständig. Das Maxx-Ticket war eine Schülerjahreskarte und grundsätzlich während des Jahres nicht kündbar. Das Deutschlandticket ist dagegen ein Monatsticket, das sich automatisch verlängert, wenn es nicht gekündigt wird. Die Deutschlandtickets werden mit Beendigung des Schuljahres zum 31. Juli gekündigt, die neuen Tickets sind dann wieder ab 1. September gültig. Durch die Umstellung ergibt sich für den Kreishaushalt eine Ersparnis von rund 10.000 Euro monatlich. Da der August 2023 ein schulfreier Monat ist, fallen keine Kosten für die Schülerbeförderung an. Kosten für die Ferien zu übernehmen, wäre eine freiwillige Leistung, die angesichts der aktuellen Haushaltslage des Landkreises nicht tragbar ist. Die Ersparnis für den schulfreien August beläuft sich auf rund 200.000 Euro. Die Ersparnis im August vermindert das im Haushaltsplan für 2023 ausgewiesene Defizit.

Gibt es viele Nachfragen von Schülern und Eltern zur Umstellung auf das Deutschlandticket und wohin können sich Ratsuchende wenden?
Ja, es werden täglich Nachfragen beantwortet. Eltern und Schüler können sich zunächst direkt an das Verkehrsunternehmen , das das Deutschlandticket ausgestellt hat, wenden. In der Kreisverwaltung sind ergänzend folgende Servicenummern eingerichtet: Telefon 06322 961 2306 und die 06322 9612308.

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