Fußball
Der Fünf-Punkte-Abstand des FV Freinsheim zur Abstiegszone soll nicht kleiner werden
Mit einem Heimspiel gegen den Ludwigshafener SC startet der FV Freinsheim in die zweite Saisonhälfte der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz (Sonntag, 15.15 Uhr). Dabei geht es für die Blau-Weißen zunächst darum, den Abstand zur gefährdeten Zone, der fünf Zähler beträgt, nicht kleiner werden zu lassen.
Trainingseinheiten in der Vorbereitung sind bei Spielern nicht sonderlich beliebt, weil sie schweißtreibend und anstrengend sind. Da spielt es keine Rolle, ob sie im Sommer oder Winter durchgeführt werden. Dabei sind die Wochen sehr wichtig, denn man kann die körperlichen Grundlagen für eine gute Halbserie legen. Das ist beim FV Freinsheim beherzigt worden. „Die, die da waren, haben in den Einheiten gut mitgezogen, engagiert und fleißig trainiert“, lobt Coach Christian Schäfer. Was nach großer Zufriedenheit des Trainers klingt, erfährt aber eine Einschränkung. Die Testspiele haben den Übungsleiter nicht begeistert. „Das war nicht optimal, da sind wir hinter den Erwartungen zurückgeblieben“, urteilt Schäfer über vier Begegnungen ohne Sieg.
Ein Kommissar geht um
Wenn die Zuschauer am Sonntag das Gelände des Dr.-Kausch-Stadions betreten, dann werden sie vermutlich zwei fremde Gesichter sehen. Da ist einmal der 28-jährige Flügelstürmer Bastian Rinn, der viel Tempo mitbringt und zuletzt für den Landesligisten SV Ruchheim spielte. „Bastian hat sich gut eingegliedert und wird eine Verstärkung für uns“, ist Schäfer überzeugt. Der aus Weierbach bei Idar-Oberstein im Hunsrück stammende Rinn, der als Kommissar bei der Polizeiinspektion Frankenthal arbeitet, kam in Ruchheim oft zum Einsatz, auch wenn er nicht immer in der Startelf stand. Der Coach schätzt ihn als umgänglichen Typen, der alle vier Offensivpositionen im präferierten 4-2-3-1-System ausfüllen kann.
Vom badischen Verbandsligisten SV Waldhof kommt Linksfuß Mehmet Yaman (19), der flexibel einsetzbar ist. Schäfer kennt ihn schon lange und war Yamans Coach, als der noch in der U16 der Waldhöfer spielte. „Er hat eine gute Veranlagung und einen passablen Abschluss. Aber Mehmet hatte in der Vorrunde keinen Einsatz, weshalb ihm die Spielpraxis fehlt“, verdeutlicht der Trainer. Der Auszubildende in der BASF, der in Ludwigshafen wohnt, müsse läuferisch zulegen und habe im Spiel gegen den Ball noch viel Luft nach oben. Das klingt danach, dass Yaman vorerst wohl nicht für die Startformation in Frage kommt und auf der Bank sitzen wird.
Blick nach hinten
Völlig nachvollziehbar lenkt Schäfer den Blick nach hinten. „Wir sollten so schnell wie möglich die nötigen Punkte holen und konstant unsere Leistung abrufen, um mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu haben“, fordert der Übungsleiter. Bei dieser Mission können drei Spieler, die in der Hinserie regelmäßig gespielt haben, nicht mehr helfen. Oliver Ziese hat sich mit Zielrichtung VfR Grünstadt abgemeldet, darf dort aber in dieser Saison nicht mehr spielen, weil sich die Vereine nicht auf eine Ablösesumme einigen konnten. Tim Dech will nur noch in der Reserve spielen. „Und Benjamin Baumann ist raus. Er steht uns für eine unbegrenzte Zeit nicht mehr zur Verfügung“, erläutert Schäfer.
Der Ludwigshafener SC ist punktgleicher Tabellennachbar des FVF und hat sich ebenfalls mehr erhofft. Mitte Oktober hat Nauwid Amiri das Traineramt vom Duo Sören Breininger und Steffen Lang übernommen. Der LSC hat in der Winterpause den ehemaligen Oberligaspieler Arber Zogaj (31), der im defensiven Mittelfeld spielt, und Außenstürmer Ensar Arslan (24) verpflichtet. Das spielstarke Team ist ausgeglichen besetzt und hat Tempo, doch weil zahlreiche junge Spieler im Kader stehen, die Leistungsschwankungen unterworfen sind, fehlt den Ludwigshafenern die Konstanz.
Tagestipp
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RHEINPFALZ-Mitarbeiter Thomas Leimert 1:1