Wachenheim
Der Bürgerbus rollt erst einmal nur donnerstags
Entgegen der ursprünglichen Planung, den Bus dienstags und donnerstags fahren zu lassen, werden die Fahrgäste nur am Donnerstag einer jeden Woche von 8 bis 18 Uhr befördert. Fahrwünsche können immer dienstags von 14 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0151 67505487 angemeldet werden. Der Bürgerbus verkehrt innerhalb der VG Wachenheim und kann dabei auch Ziele in der Stadt Bad Dürkheim, im Gewerbegebiet im Bruch, in Maxdorf und im Fußgönheimer Industriezentrum ansteuern.
Wie der Erste Beigeordnete der VG, René Breier (SPD) mitteilt, könne der Bus immer nur eine Person befördern. Das sei aufgrund der Größe des Fahrzeugs, das aus dem vorhandenen Fuhrpark der Verbandsgemeinde stammt und nur eine Rückbank besitzt, und wegen der geltenden Hygienevorschriften nicht anders möglich. „Wir könnten sie nicht einhalten, wenn wir mehr Personen befördern würden“, bedauert Breier. Bis zum Jahresende werde man genau beobachten, wie das Angebot angenommen wird, und dann entscheiden, ob ein größerer Bus mit neun Sitzplätzen angeschafft wird. Dafür könne die von der Sparkasse Rhein-Haardt bereitgestellte Spende in Höhe von 25.000 Euro sinnvoll genutzt werden.
Stimmt die Nachfrage, wird das das Angebot vielleicht aufgestockt
Für Frank Mehlmer, der im Moment für Volt im Wachenheimer Stadtrat sitzt, ist die Umsetzung der Bürgerbusidee, die 2017 von der Wachenheimer Lister unter der Federführung von Michael Wendel geboren wurde, nicht nachvollziehbar. „Es sind genügend ehrenamtliche Mitarbeiter vorhanden, und dann werden die Fahrten nur einmal pro Woche mit jeweils nur einem Fahrgast angeboten. Das ist für mich absolut unverständlich“, kritisiert er.
„Wir wollten das Thema Bürgerbus jetzt endlich mal auf die Straße bringen und haben uns für Donnerstag als Fahrtag entschieden, weil das der Dienstleistungstag mit längeren Öffnungszeiten der Verwaltungen und beispielsweise auch der Sparkassen ist“, erläutert Breier. Er stellt aber auch in Aussicht, andere Tage mit dazu zunehmen, falls eine entsprechende Nachfrage bestehe. Zum praktischen Ablauf einer Fahrt erklärt der Beigeordnete, dass der Fahrgast zu Hause abgeholt und zum gewünschten Ziel – wie etwa einer Arztpraxis, – gefahren werde. Dort angekommen, wird ihm eine Visitenkarte mit der Handy-Nummer des Fahrers ausgehändigt, die am Ende des Arzt- oder Einkaufstermins angerufen werden kann, um die Rückfahrt zu organisieren. „Der Fahrer nimmt den Anruf entgegen und teilt mit, wann er in etwa zur Abholung vorbeikommen wird“, erläutert Breier. Er merkt an, dass alle Ärzte in der Verbandsgemeinde informiert wurden, dass der Bus ab Donnerstag unterwegs sein wird und man auch in allen Praxen die Abhol-Telefonnummer hinterlegt hat.
Um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten, ist der Bus mit einem Spuckschutz ausgestattet und die Fahrgäste sind verpflichtet, während der Fahrt einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.