Bad Dürkheim
Das Warten auf Luftfilter für die Klassenzimmer
„Bad Dürkheim gehörte zu den ersten Kommunen, die sich für den Einbau der stationären Geräte entschieden hatte“, sagt Pressesprecherin Petra Wurm. Die Stadt habe bereits im Sommer einen Antrag beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft gestellt. Darin wurde um eine Bezuschussung von 36 stationären Lüftungsanlagen für die Grundschule Grethen, die Salierschule und die Pestalozzischule gebeten. Seit Anfang September liege die Förderzusage vor, berichtet Wurm. Die Valentin-Ostertag-Schule (VOS) ist nicht aufgeführt. Da die Gebäude in den kommenden Jahren saniert oder abgerissen werden sollen, bekommt die VOS nur mobile Lüftungsgeräte.
Die Stadt hat laut Wurm direkt nach Eingang der Förderzusage die Beschaffung und den Einbau der Geräte ausgeschrieben und dann einen entsprechenden Auftrag gestellt. „Wir hatten gehofft, dass es noch in diesem Jahr klappt“, so Wurm. Doch daraus werde nichts. Inzwischen habe die beauftragte Firma zugesagt, dass die Lüftungsanlagen Anfang Januar eintreffen werden. „Somit ist nun geplant, den Einbau in den Monaten Januar und Februar im laufenden Schulbetrieb vorzunehmen und die Anlagen bis Ende Februar in allen Räumen betriebsbereit installiert zu haben“, teilt Wurm mit. 16 Geräte kommen in die Salierschule und je zehn in die Pestalozzischule und die Grundschule Grethen.
Förderung von bis zu 500.000 Euro
Auch in der Verbandsgemeinde Wachenheim liegt inzwischen eine Förderzusage für den Einbau von stationären Lüftungsanlagen an den beiden Standorten der Grundschule Ellerstadt-Friedelsheim-Gönnheim vor, teilt Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel (CDU) mit. Da die Wachenheimer Grundschule im gleichen Gebäude wie die IGS Deidesheim-Wachenheim untergebracht ist, habe hier die Kreisverwaltung die Beantragung des Zuschusses übernommen. Der Landkreis Bad Dürkheim ist Schulträger der IGS. Bechtel weiß, dass auch für die Wachenheimer Schule Fördermittel bewilligt wurden.
Für den Einbau der Geräte in dem Ellerstadter sowie dem Friedelsheim-Gönnheimer Schulgebäude sei bereits bevor der Förderantrag gestellt wurde, eine erste Planung und eine „sehr realistische Kostenschätzung“ erarbeitet worden, so Bechtel. Kauf und Einbau der Anlagen ist nicht billig. Das Bundesprogramm bewilligt 80 Prozent der Kosten, höchstens jedoch 500.000 Euro pro Standort. Diese 500.000 Euro wird der Bund für das Schulgebäude in Friedelsheim-Gönnheim überweisen. Die 80 Prozent werden hier nicht ganz erreicht, da die Gesamtkosten auf rund 650.000 Euro angesetzt sind. Etwa 471.500 Euro sind für die Installation der Anlagen im Ellerstadter Schulgebäude berechnet, hier beteiligt sich der Bund nach Angaben von Bechtel mit 377.200 Euro. Wie Bechtel berichtet, erstellt ein Planungsbüro derzeit die Detailplanung und bereitet die Ausschreibung vor. Er hoffe, spätestens im Februar die Aufträge für Kauf und Einbau der Anlagen vergeben zu können. Mit 115.000 Euro sind die Kosten für die Wachenheimer Grundschule deutlich geringer. In dem Gebäude habe es früher schon einmal eine Lüftungsanlage gegeben und Teile, der für die Installation erforderlichen Technik, seien noch vorhanden, sagt Bechtel.
Sieben Millionen Euro für Kreis-Schulen
Der Landkreis ist Träger der weiterführenden Schulen. Förderzusagen des Bundes für alle Schulen, mit Ausnahme der Berufsbildenden Schule Bad Dürkheim, würden inzwischen vorliegen, so Arno Fickus, Sprecher der Kreisverwaltung. Am 28. Oktober hat der Bauausschuss des Kreistags die Planungen für den Einbau der Anlagen in den weiterführenden Schulen in Auftrag gegeben. Rund sieben Millionen Euro werden hier investiert, davon muss der Kreis etwa 1,4 Millionen Euro zahlen.
Der Verbandsgemeinderat Freinsheim hat im Juli beschlossen, dass die Grundschulen in der Verbandsgemeinde mit stationären raumlufttechnischen Anlagen ausgestattet werden sollen. Geschehen sei bisher noch nichts, sagt Jörg Heidemann, Sprecher der Verbandsgemeindeverwaltung. Die zuständigen Mitarbeiter der Verwaltung seien noch mit dem Aufstellen von mobilen Lüftungsanlagen in den Schulen und Kindertagesstätten beschäftigt. In den Schulen seien diese Anlagen seit Mitte November in Betrieb. In den Kindertagesstätten sollen sie ab Januar laufen. Mobile Anlagen sind in vielen Schulen in der Region schon seit Monaten in Betrieb.