Bad Dürkheim / Forst: RHEINPFALZ Plus Artikel Dürkheimer Abiturienten steigen in Kinderbetreuung ein

Für viele Eltern ein Problem: geschlossene Schulen und Kindertagesstätten.
Für viele Eltern ein Problem: geschlossene Schulen und Kindertagesstätten.

Die Corona-Krise stellt berufstätige Eltern vor Probleme: Wer betreut den Nachwuchs in Zeiten, in denen Schule und Kita geschlossen sind? Eine Gruppe angehender Abiturienten will einspringen und bietet ehrenamtliche Hilfe an.

Die Idee für das Hilfsangebot hatte Nele Pelzer (19), Oberstufenschülerin des Werner-Heisenberg-Gymnasiums in Bad Dürkheim. „Wenn wir in dieser Woche unsere mündlichen Prüfungen abgelegt und das Abitur in der Tasche haben, können wir ab dem 23. März loslegen und die ehrenamtlichen Betreuungen starten“, berichtet die Dürkheimerin. Zusammen mit knapp 20 Mitstreitern des aktuellen Abi-Jahrganges des WHG, zu denen sich auch Schüler der Integrierten Gesamtschule Deidesheim-Wachenheim gesellt haben, soll Familien geholfen werden, die wegen der Schließung von Schulen und Kindertagesstätten keine Kinderbetreuung organisieren können. Koordiniert und geplant werden die Einsätze von Eva Blanz (19) aus Forst, die darauf hinweist, dass es sich bei den Helfern nicht um professionelle Betreuer oder gar Pädagogen handelt. „Wir haben uns zusammengefunden, weil wir in diesen schwierigen Zeiten etwas Gutes tun möchten“, berichtet sie. Einige der Schüler haben schon Erfahrungen als Babysitter gemacht. „Genau das ist auch unser Ansatz, wir gehen einzeln in die Familien und betreuen dort die Kinder“, erklärt Nele Pelzer. Sie kommt aus einer Medizinerfamilie und versichert dass die Schüler bei den Hausbesuchen genau darauf achten werden, die empfohlenen Hygienestandards einzuhalten, um das Virus nicht zu verbreiten. Dazu gehöre in erster Linie das intensive und gründliche Händewaschen. Außerdem soll eine bestimmte Familie auch immer nur von ein und derselben Betreuungsperson besucht werden.

Wer das Betreuungsangebot der engagierten Abiturienten in Anspruch nehmen möchte, meldet sich bitte vorzugsweise per Mail, gern aber auch per SMS, Whatsapp oder telefonisch bei Eva Blanz. Sie wird dann unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten – wo wohnen die Auftraggeber, welche Hilfsperson wohnt in der Nähe – die Betreuungstermine planen. Nach einem telefonischen Kennenlernen zwischen den Eltern und der Betreuungskraft, können dann die konkreten „Arbeitstermine“ vereinbart werden. „Wer in unserer Gruppe mitarbeiten möchte, kann sich natürlich auch bei mir melden“, sagt Blanz.

Kontakt

Eva Blanz: Mail: Emsblanz@googlemail.com Handy: 0157 34428480

Nele Pelzer
Nele Pelzer
x