Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel CDU-Wahlziel: Eine Mehrheit für die Bürgermeisterin

Spitzenkandidat Markus Wolf und Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt.
Spitzenkandidat Markus Wolf und Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt.

Die CDU hat am Donnerstag ihre Liste für die Kommunalwahl im Juni aufgestellt. Zwei langjährige Stadtratsmitglieder und prägende Kommunalpolitiker stehen dabei nur noch auf hinteren Plätzen, dafür gibt es auf den vorderen Rängen neue Gesichter.

„Eine gute Bürgermeisterin kann eine noch bessere Bürgermeisterin sein, wenn sie eine klare Mehrheit durch ihre eigene Mannschaft hinter sich hat“, gab Markus Wolf, Vorsitzender des Ortsverbands, das Ziel der Bad Dürkheimer CDU für die Kommunalwahl aus. Gemeint war Parteifreundin Natalie Bauernschmitt, die seit 1. Januar Chefin im Rathaus ist. Die CDU ist im aktuellen Stadtrat mit zehn Sitzen zwar stärkste Fraktion, das Sagen aber hat eine Koalition aus SPD, Grünen und FWG.

Zwar zeichne den Stadtrat eine kollegiale Zusammenarbeit aus, allerdings ginge vieles zu langsam, kritisierte Wolf. Die Koalition stoße viele Dinge an, die aber oft nicht zu Ende gebracht würden. Man müsse die Verwaltung „auch mal machen lassen“. Beim Spielplatzkonzept etwa gelte es, „endlich den Spaten in die Erde zu bekommen“. Beim Shared Space, einem der im Mobilitätskonzept vorgeschlagenen Vorhaben mit Überplanung des Busbahnhofs und Schaffung einer Verbindung zur Innenstadt, habe sich nichts getan. Für ihn sei der Bereich eine Keimzelle für Mobilität. Einen Fokus will die CDU im Wahlkampf auf das Thema Kinder und Bildung legen. „Jeder weiß, wir brauchen eine neue Kita“, sagte Wolf. Dennoch lägen noch immer keine Zahlen auf dem Tisch, die besagten, wie groß diese sein müsse und wo sie angesiedelt werden soll. Auch beim angestrebten Kita-Neubau in Ungstein brauche es Klarheit. Die Grundschulen müssten ebenfalls stärker in den Fokus genommen werden, da ab 2026 schrittweise ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung gelte.

„Kandidaten spiegeln Breite der Stadt wider“

Bauernschmitt erklärte, der Dreiklang aus ihrem Wahlkampf, „zuhören, entscheiden, machen“, sei auch weiter ihr Motto. Es sei wichtig, das „Ohr an den Belangen der Bürgerinnen und Bürger“ zu haben. In den ersten Wochen ihrer Amtszeit habe sie bereits zig Entscheidungen getroffen, bei denen es darum geht, Themen umzusetzen. So werde es künftig einen Neugeborenen-Empfang geben, um auf Angebote für Kleinste hinzuweisen. Bei der geplanten Sanierung der Valentin-Ostertag-Schule soll es 2024 eine Entscheidung geben.

Markus Wolf, der die Liste anführt, lobte, die Kandidaten spiegelten die Breite der Stadt wider, viele hätten Kinder. In den vergangenen fünf Jahren sei es gelungen, sich neu aufzustellen. Die ersten Plätze seien paritätisch besetzt. Auf Position zwei steht Gisela Hoffmann, dahinter folgt Johannes Steiniger. Auf Platz vier kandidiert Judith Busch. Die Ergotherapeutin, die bereits im Sozialausschuss vertreten ist, sagte, sie wolle Themen vor allem für Kinder und Jugendliche mitgestalten. Jana Zaczkiewicz ist ebenfalls ein neues Gesicht. Die 36-Jährige begründete ihr Engagement auch damit, Vorbild für ihre eigenen Kinder sein zu wollen. Auf Platz elf tritt Claudius Güther an. Der 39-jährige Nachhaltigkeitsmanager betonte, er setzte sich für eine Stadtpolitik ein, die sich an Fakten orientiere.

Nur noch auf hinteren Listenplätzen stehen mit Helmut Darting und dem früheren Beigeordneten Gerd Ester zwei altgediente Kommunalpolitiker. „Es gibt so viele junge engagierte Mitglieder, da mache ich gerne einen Platz vorne frei. Sollte ich nach vorne gewählt werden, bin ich mit vollem Engagement dabei“, erklärte Ester.

Stadtratsliste

Markus Wolf, Gisela Hoffmann, Johannes Steiniger, Judith Busch, Andreas Wolf, Christine Michler, Thorsten Brand, Jana Zaczkiewicz, Thomas Kalbfuß, Rolf Bart, Claudius Güther, Sonja May, Torsten Trautwein, Oliver Müller, Peter Blass, Patrick Schendera, Torben Brake, Werner Grill, Bastian Busch, Manfred Rings, Stefan Riedle, Peter Schneeganß, Max Heckmüller, Alexander Hanke, Anette Theis, Marcus Wagner, Christian Keller, Martin Freund, Klaus Mesel, Thomas Hensel, Helmut Darting, Gerd Ester; Ersatzbewerber: Karl-Heinz Matthäus, Sigrid Roth, Ludwig Ballmann, Aurora Rauch.

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