Herbstspaziergang Buntes Laub und Silberäste
Vom Parkplatz nahe des alten Forsthauses Weilach führt ein breiter Forstweg mit der Markierung des grün-weißen Balkens in südwestliche Richtung. Der Name der vielbesuchten Weilach stammt von „Weidelach“ oder „Widenlach“. Das weist auf eine feuchte Umgebung hin, benannt nach den Wasserlachen, die es früher reichlich auf den Weiden gab.
Am 288 Meter hoch gelegenen „Schlagbaum“ treffen sich etliche Wege. Ein Streckenvorschlag des neu eingerichteten Wegweisers zeigt nach Wachenheim und Bad Dürkheim. Wer an herbstlichen Nachmittagen noch etwas Licht einfangen will, der hat dazu auf dieser Route gute Gelegenheit. Der sogenannte Sonnenweg trägt die Markierung des roten Punkts und führt in südliche Richtung.
Bei heiterem Wetter leuchtet das Laub
Leicht abwärts und stellenweise auf alter Sandstein-Pflasterung geht es zwischen Edelkastanien, Waldkiefern und Traubeneichen hindurch. Hier stehen die Bäume geschlossener, doch bei heiterem Wetter leuchtet ihr buntes Herbstlaub in der Novembersonne. Während man an steiler werdenden Hängen entlang kommt, zeigt sich zwischen Waldlücken rechts der Osthang des Gaistals.
Immer mehr lichtet sich der Baumbestand. Auf dem mageren, trockenen Boden bleiben die Eichen und Kiefern viel niedriger und stehen aufgelockert am felsigen Hang. In knorrig-eigenwilligen Formen winden sich ihre Äste umeinander. Auch sieht man abgestorbene, teilweise umgestürzte Kiefern, die längst ihre Rinde verloren haben. Ihre Zweige ragen kahl empor und heben sich silbergrau von der Umgebung ab.
Vor einer starken Wegbiegung nach links lädt zwischen Sandsteinmauern eine kleine Plattform zur Rast ein. Mehrere Stufen führen hinauf zur Sitzbank des sogenannten Ricardus-Blicks. An seiner sorgfältig gemauerten Einfassung kann man sogar den Mauerpfeffer entdecken, einen genügsamen Anzeiger trockener, sonniger Standorte.
Wer vom Aussichtsplatz nicht auf dem gleichen Weg zurückgehen will, kann den Spaziergang noch um einen Aufstieg erweitern: Dann folgt man weiter dem Zeichen des roten Punkts, bis die Strecke auf den blauen Balken trifft. Hier verläuft auch der Pfälzer Weinsteig. Er zweigt nach links ab und führt bald bergauf zum Teufelsstein. Von diesem sagenumwobenen Kultplatz kommt man wieder zum Schlagbaum und zurück zum Ausgangspunkt.