Bad Dürkheim Bulla macht Salzner Druck
«WEISENHEIM AM SAND.» Drei Auswärtsspiele in Folge mit nur einem Punkt haben den gut gestarteten SV Weisenheim, Aufsteiger in die Fußball-Bezirksliga auf Rang 13 zurückgeworfen. Heute, 19.30 Uhr, steht das Team deshalb gegen die FG 08 Mutterstadt schon unter Zugzwang.
„Es sieht so aus, als müssten wir die nötigen Zähler zum Klassenerhalt in erster Linie zu Hause holen“, lautet das Zwischenfazit von Spielertrainer Oliver Lahni. Dass dies gegen Mutterstadt alles andere als leicht wird, belegt der 2:1-Sieg der FG vor einer Woche bei 08 Haßloch. Die Mutterstadter spielen nach ihrem Abstieg aus der Landesliga seit 2009 in der Bezirksliga und haben meist Mittelfeldplätze belegt. In den vergangenen Spielzeiten zeichnete sich die von Trainer Erdem Kar im dritten Jahr trainierte Mannschaft vor allem durch große defensive Stabilität aus. Der junge Coach legt auf taktische Disziplin viel Wert, was dazu führt, dass die Nullachter immer ein unbequemer Gegner sind. Vor der Saison wurden einige Offensivkräfte geholt, die die Angriffsflaute beheben sollen. Es stehen aber auch zahlreiche Eigengewächse im Kader. Viele Akteure sind unter 25 und noch längst nicht am Ende ihrer Entwicklung. Beim SVW hat sich am vergangenen Sonntag in Berghausen etwas ereignet, was vor der Saison niemand für möglich gehalten hätte. Kapitän und Torwart Benjamin Salzner saß auf der Bank. Gespielt hat sein Konkurrent Marcel Bulla. „Ich habe Marcel die Chance gegeben, weil ich keine Bedenken habe, ihn einzusetzen. Er ist ein junger Torwart, der aber Ruhe ausstrahlt“, urteilt Coach Lahni. Bulla sei auf der Linie stark und habe gute Reflexe. Schon zum Saisonauftakt gegen den FV Freinsheim spielte der von SW Frankenthal gekommene Schlussmann, weil Salzner aus beruflichen Gründen verhindert war. In Berghausen habe er beim ersten Gegentor unglücklich ausgesehen, dann aber eine höhere Niederlage verhindert. „Marcel ist mir bei einem Hallenturnier in Frankenthal aufgefallen. Da hat er überragend gehalten“, erklärt Lahni wie es zu der Verpflichtung kam. Fazit: Salzner bleibt Stammtorwart, aber Bulla ist mehr als nur eine passable Vertretung. Im Tor ist der SVW prima also aufgestellt. Personell sieht es wieder besser aus. Drei Rückkehrer in den Kader, Bernd Lindenau, Torben Sachse und Christopher Weiß, erhöhen den Spielraum des Trainers enorm. Dagegen dürfte die Partie für den erkrankten Timo Konietzka und den am Knie lädierten Tim Heisel noch zu früh kommen. Fraglich ist auch der Einsatz von Abwehrchef Tobias Baumann. Er ist wegen seiner guten Spieleröffnung und seinen strategischen Fähigkeiten kaum zu ersetzen. Joshua Josy oder Andreas Fath, der in dieser Runde noch gar nicht zum Einsatz kam, haben andere Qualitäten. Josy ist neben Verteidiger Frederik Feßler und Torjäger Rainer Stork der einzige, der bisher die kompletten 360 Minuten auf dem Platz stand. Tagestipp SVW-Spielertrainer Oliver Lahni 2:1 RHEINPFALZ-Mitarbeiter Thomas Leimert 2:2