Wachenheim
Blumenwiesen für Insekten und Kleinsttiere
„Wir haben insgesamt etwa 1400 Quadratmeter städtischer Flächen zu Blumenwiesen umgestaltet“, sagt Bauhofchef Christian Klug. Dabei handele es sich um Fettwiesen, die zu 70 Prozent aus Blumen und 30 Prozent aus Gras bestehen. „Eingebracht hat die Saat dankenswerterweise der Winzer Markus Baßler an den Standorten am Dreispitz-Brunnen an der Friedelsheimer Straße, an einem Grünstreifen im Speyerer Weg und auf einer Ausgleichsfläche am Schülerradweg in der Straße Im Höhnhausen“, erläutert Klug. Auf allen Flächen seien auch Baumstämme und Gabionen platziert worden, um Eidechsen und anderen Kleinstlebewesen einen Unterschlupf zu bieten.
Für den Erhalt der Artenvielfalt
„Wenn das Projekt gut läuft, werden wir im Herbst noch weitere Flächen dazunehmen“, verrät der Bauhofleiter, der dabei an zwei Areale am Wasserwerk Riedbrunnen denkt. Zusätzlich kämen auch noch innerörtliche Flächen infrage. „Meine Idee ist es, im Ort in verschiedenen Rabatten salzverträgliche Bankettmischungen zu säen“, sagt Klug. Das würde auch die Pflege der Bankette vereinfachen.
Auf die Frage, warum er sich für die angesprochenen Projekte stark gemacht habe, antwortet Klug, dass er etwas für den Erhalt der Artenvielfalt unternehmen wolle. „Man muss heutzutage viel für die Insekten und Kleinstlebewesen tun. Wenn man überall nur Rasenflächen nach englischem Vorbild anlegt, bringt das nicht viel“. An den vorbereiteten Flächen ist das Graswachstum schon erkennbar, die ersten zaghaften Blütenknospen der Blumen werden sich demnächst zeigen.