Fussball
Bezirksliga-Aufstiegsrunde: FV Freinsheim gewinnt gegen FC Lustadt
Bei dieser Partie kam es zu einem Novum. Zum ersten Mal standen Trainer Christian Schäfer und seine beiden Söhne Maximilian (24) und Jonas (19) gemeinsam auf dem Feld. „Das war nicht geplant. Ich bin 44 und wollte eigentlich nicht mehr spielen, aber nach der Partie in Haßloch haben meine beiden Co-Trainer Kay Schmitt und Sebastian Müller sanften Druck auf mich ausgeübt“, sagte der Coach. Er habe sich in einer Zwickmühle befunden und letztlich sein Einverständnis erklärt, zumal Sebastian Schmidt und Peter Diehl kurzfristig ausgefallen sind. Schäfer, einst Profi bei Alemannia Aachen, lief in der Innenverteidigung auf und spielte 90 Minuten.
„Ich gehe regelmäßig laufen, spiele bei den Alten Herren und bin fit. Aber die Belastung in einem Bezirksligaspiel ist doch eine andere“, räumte Schäfer ein. Seinen beiden Söhnen verriet er nichts. „Sie haben es wie alle anderen erst am Sonntag bei der Teambesprechung erfahren“, erklärte Schäfer. Der eine oder andere Akteur sei sicher überrascht gewesen. Auf dem Feld habe er mehr Einfluss als von der Seitenlinie. Und Spaß habe ihm der Auftritt schon gemacht. Ob es eine Wiederholung gibt, ließ der Coach offen.
Die Mannschaft jedenfalls habe sich deutlich verbessert gezeigt. „Die Art und Weise wie wir gespielt haben, hat mir gefallen. Die Raumaufteilung war gut, wir hatten Zug zum Tor, gelungene Ballstafetten und waren viel in Bewegung“, zählte Schäfer Pluspunkte auf. Schon bei den Offensivspielern hätte das Attackieren und permanente Stören des gegnerischen Aufbaus begonnen. Eine Vorstellung, die Lust auf mehr machte, auch weil Dominanz und Spielfreude zurückgekehrt waren. Nachdem ein Schuss von Alexander Haferstroh von der Latte abgeprallt war, traf Marcel Kaltenbach zum 1:0 (12.). Thomas Wiszinowiecki erhöhte noch vor der Pause (37.), und Denis Rückert besorgte mit seinem ersten Tor für den FVF den Endstand (62.).