Bad Dürkheim Beste Runde seit vier Jahren
GÖNNHEIM. Der TV „Frohsinn“ Gönnheim hat in der Fußball-C-Klasse Rhein-Mittelhaardt Ost den fünften Tabellenplatz, den das Team zu Weihnachten eingenommen hat, nicht gehalten und wurde Sechster. Dennoch hat der TVG die beste Saison seit vier Jahren gespielt. 2011/12 belegte das Team den Rang fünf.
„Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Wir wollten uns verbessern und einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Das ist gelungen“, so Trainer Meiko Müller. Doch der 38-jährige Coach macht diese Fortschritte nicht nur am Tabellenplatz fest, sondern auch am Auftreten der Elf. „Spielerisch haben wir uns etwas verbessert, auch wenn wir zwischendurch mal ein Tief hatten.“ In der Rückrunde sei sein Team stabiler aufgetreten, auch wenn die Punktausbeute (19) nicht ganz an die der Vorrunde herankam (20). Der gute Eindruck resultiert aus den letzten Wochen, als die Gönnheimer mit überraschenden Ergebnissen aufhorchen ließen. Nach der 0:1-Niederlage bei TuS Wachenheim II holte das Team aus den letzten drei Begegnungen, alle auswärts, sieben Punkte. Bemerkenswert dabei das 1:1 bei Nachbar FC Leistadt und der abschließende 5:0-Triumph bei TuS Gronau, der höchste Auswärtssieg. „Wenn die Runde ein paar Wochen länger gedauert hätte, wären wir noch Fünfter geworden“, glaubt Meiko Müller, der seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt hat. Dass es in der C-Klasse ein riesiges Gefälle gab, belegt ein Blick auf die Ergebnisliste. Gönnheim hat gegen die Teams, die besser platziert sind, nicht gewonnen, sieht man von den Spielen gegen Gronau ab (3:1, 5:0). Dafür gab es gegen die dahinter rangierenden keine Niederlage, Ausnahme Wachenheim II (0:1, 0:1). In Zeiten, in denen in der Abwehr auf Teufel komm raus mit Viererkette agiert wird, egal, ob es das Spielermaterial hergibt oder nicht, hat sich Müller eine realistische Sichtweise bewahrt: „Wenn wir mit Viererkette spielen, beraube ich mich meiner Offensivstärke. Denn dann würden sich die beiden Außenverteidiger auf das Abwehren beschränken.“ So lässt er mit Libero, zwei Innenverteidigern und einem breiten Fünfer-Mittelfeld agieren. Dabei haben die Außenspieler im Mittelfeld mehr Offensivaufgaben und sollen über die Flügel das Spiel antreiben. Ihr Weg nach vorne ist dann auch nicht mehr so weit. Das mag antiquiert scheinen, entscheidend ist, dass das System zur Mannschaft passt und sie sich so wohlfühlt. „Ein großes Plus ist unsere Gefährlichkeit bei Standardsituationen“, weiß der 39-jährige Müller. Eine wichtige Rolle fällt dabei seinem spielenden Co-Trainer Nils Stetter zu. Er ist derjenige, der die meisten Standards ausführt. Abnehmer ist häufig der kopfballstarke Alexander Bassemir, der nach Angaben des Trainers trotz seiner 47 Jahre die konstantesten Leistungen gebracht hat. Eine ähnlich starke Saison hätten Mittelfeldspieler Dennis Ehringer und Innenverteidiger Philipp Koch gespielt. Dazu kommt Serdal Cakir. „Wenn Serdal fit ist, kann er ein Spiel alleine entscheiden“, ist Müller überzeugt. Dominic Schön (15), Stefan Böhmer (12) und Bassemir (9) trafen am häufigsten. Zu den Schwächen der Gönnheimer zählt, dass das Umschalten nach einem Ballgewinn zu lange dauert. Da fehlen Tempo und Präzision. Ein Garant für den Erfolg ist hingegen die sattelfeste Abwehr. Nur Meister Ellerstadt hat weniger Gegentore hinnehmen müssen als der TVG. Nur einmal, bei der 1:5-Heimniederlage gegen den Titelträger, musste Gönnheim mehr als zwei Treffer einstecken. Da kommt im wahrsten Sinne des Wortes Frohsinn auf. |thl