Freinsheim
Begeistert von der Heimat
Saskia Sperl war von November 2016 bis Anfang 2019 Weinprinzessin der Stadt Freinsheim, daran anschließend trug sie noch bis März diesen Jahres die Krone als Gebietsweinprinzessin der Urlaubsregion Freinsheim. Sie ist 25 Jahre alt, Ur-Freinsheimerin und arbeitet in Marketing und Vertrieb im Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg eG. Nun bewirbt sie sich am Freitag um die Krone der Pfälzischen Weinkönigin.
Sperl hat ein Bachelor-Studium in Marketingkommunikation und Werbung absolviert und war nach dem Abitur ein gutes halbes Jahr als Au-Pair-Mädchen in Australien. Damals sei ihr so richtig bewusst geworden, in welch schönem Landstrich sie lebe und wie sie die zugewandte Lebensart hier schätze, erzählte sie. Beim Gläserspülen für die Feuerwehr während des Altstadtfestes sei sie in Sachen Weinfeste sozialisiert worden, gesteht sie lachend. Man werde als Weinprinzessin öfter gefragt, ob man nicht „weitermachen“ wolle. Während ihrer Freinsheimer Amtszeit habe sie aber noch nicht gewusst, wo ihr Studium sie hinführen würde. Mit ihrer Stelle in der Ruppertsberger Winzergenossenschaft bekam der Weinbezug in ihrem Leben einen neuen Stellenwert und damit passten für sie „alle Rahmenbedingungen“, um eine Amtszeit als „Pfälzische“ dranhängen zu können. „Wenn ich das mache, dann mit Herzblut“, betont sie. Zunächst sagte sei keinem etwas von der Bewerbung, nur ihre Eltern weihte sie ein. Erst als klar war, dass es in diesem Jahr keinen Vorentscheid geben würde, sondern alle fünf Kandidatinnen direkt in die Wahl gehen werden, machte sie ihre Bewerbung öffentlich.
Weißweintrinkerin will authentisch bleiben
Sie wolle die Menschen mit der Begeisterung anstecken, die sie selbst für ihre Heimat empfinde, sagt die redegewandte junge Frau. Ihr Umfeld, Freund und Familie, stehen voll hinter ihr. Denn Saskia weiß, dass das Amt viel von ihrer freien Zeit beanspruchen wird. Zeit für ein regelmäßiges Hobby bleibt da kaum, dafür aber spontane, kurzfristige Treffen mit Freunden und wenn möglich ein Konzertbesuch sollte aber drin sein, meinte sie.
Sie schreibe ihre Reden zwar komplett auf, letzten Endes halte sie ihre Wortbeiträge dann aber mehr oder weniger frei, so Saskia. Das Wichtigste sei ihr, authentisch zu sein. Gespannt ist die Freinsheimerin, wie die Wahl in Neustadt in Corona-Zeiten ablaufen wird. Wie viel Anhänger/Familie die Kandidatinnen jeweils mitbringen dürfen, ob der Funke bei der Live-Schalte überspringt und wie der Jubel der jeweiligen Anhänger vor der Kamera herüberkommt. Sie selbst ist Weißweintrinkerin. Auf die Sorte ist sie nicht festgelegt. „Das kommt auf die Situation an.“