Wachenheim
Bechtel: Wahlergebnis als Verpflichtung
Viel Schlaf hat Torsten Bechtel nicht bekommen. Der Wahlsieger war nach eigenen Angaben nach Verkünden des Ergebnisses am Sonntagabend noch „relativ lange“ im Ratssaal, bevor es mit 15 bis 20 Leuten ins Café Schellack ging. „Dann haben wir noch ein wenig gefeiert“, sagt Bechtel.
Ganz pünktlich hat er es dann am Morgen nicht in die Verwaltung geschafft – an der kurzen Nacht soll es aber nicht gelegen haben, sondern an den Gratulanten. „Ich bin zu Fuß gegangen, und dann gab es ein paar sehr schöne Momente auf dem Weg vom Römerweg ins Rathaus“, so Bechtel.
Allen Gratulanten, die sich per Mail und Messenger-Dienste gemeldet hätten, zu danken, werde „einige Tage dauern“, kündigt Bechtel an. Mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern will Bechtel am Dienstag in der Mittagspause feiern.
Mit einer Wahlanalyse tut er sich auch einen Tag danach noch schwer. „Ich denke, es war wichtig , dass ich bei mir bleibe und auf das Urteilsvermögen der Wählerinnen und Wähler vertraue“, so Bechtel. Er sei in den vergangenen Jahren schon überall präsent gewesen – „das war auch so im Wahlkampf“. Sicher habe auch der Amtsbonus eine Rolle gespielt: „Die Menschen in der Verbandsgemeinde wussten, mit wem sie es zu tun hatten: Ich denke, fast alle haben mich mal getroffen und können mich einschätzen.“
„Wir-Gefühl stärken“
„Extrem“ habe er sich über das „klare und eindeutige Votum aus allen vier Ortsgemeinden“ gefreut. Dies sehe er gleichzeitig als eine Bestätigung der Arbeit der Vergangenheit als auch als „Verpflichtung für mich, dass es mit aller Kraft so weitergeht“. Das Votum werde ihm nun helfen, dass sich die Zusammenarbeit weiter verbessere. „Die Mitbewerber haben den Zusammenhalt in der Verbandsgemeinde auch als gut beschrieben“, sagt Bechtel. Argumente gegen seine Doppelrolle als Bürgermeister der Stadt und der Verbandsgemeinde allerdings habe der Bürger „nicht so gesehen“.
„Ich will das Wir-Gefühl weiter stärken, das ist auch die Aufgabe aller“, so Bechtel. Die Verbandsgemeinde stehe aus seiner Sicht gut da. „Es geht nun darum, dass es noch besser wird. Gerade bei den Zukunftsprojekten geht es besser, wenn wir an einem Strang ziehen“, so der alte und neue Bürgermeister, der nun bis zum 30. Juni 2031 im Amt sein wird.
Angesprochen aufs Einzelhandelskonzept, kündigte Bechtel an, das Thema „bis Sommer in jedem Fall“ auf die Tagesordnung zu setzen. „Das wäre kein Thema gewesen, das vor der Wahl zu einem guten Ausgang gekommen wäre“, so Bechtel. Die Ratsmitglieder sollen vor einer Abstimmung, die auch mit Blick auf einen Supermarkt eine große Bedeutung hat, noch mal die Möglichkeit haben, mit den Sachverständigen zu sprechen.
Ein weiteres wichtiges Projekt sei die Digitalisierung, die noch nicht so sichtbar sei. Und der Klimaschutz. Hier gebe es bereits erste Erfolge vorzuweisen, diese Fortschritte müssten noch deutlicher gemacht werden.
