Bad Dürkheim Beachtlicher Schlussspurt beruhigt die Nerven
FREINSHEIM (thl). Mit einem beachtlichen Schlussspurt hat der FV Freinsheim II in der Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz Nord das Abstiegsgespenst vertrieben. Das Team rangiert zur Winterpause im gesicherten Mittefeld auf Platz acht und kann der Rückserie gelassen entgegenblicken.
Nach einer schwierigen Saison 2014/15, als die Freinsheimer gerade noch den Abstieg verhindert hatten, sollte es unter dem neuen Trainer Lothar Schäfer nach oben gehen. „Ein Platz unter den ersten Zehn wäre super“, hatte der Coach im Sommer gesagt. Dieses Ziel ist derzeit erreicht. Doch danach sah es lange nicht aus. Der Start in die Spielzeit verlief holprig. Aus den ersten fünf Partien gegen zugegebenermaßen starke Gegner gab es nur einen Punkt, aber elf Gegentore. Nach der Abmeldung des TuS Dirmstein II war der FVF plötzlich Vorletzter. Mit einem überraschenden 1:0-Sieg gegen den derzeitigen Tabellenführer TSV Bockenheim und einem 1:0 bei der DJK Eppstein II verschafften sich die Freinsheimer etwas Luft. Doch eine Trendwende war das noch nicht. Das bittere 2:5 gegen den Abstiegskandidaten VT Frankenthal entsprang einer der schwächsten Saisonleistungen. Vier weitere Niederlagen folgten, darunter ein blamables 0:5 zu Hause gegen TuS Sausenheim, und plötzlich war Freinsheim mitten im Abstiegskampf. Der Tabellenletzte war nur noch ein Punkt weg. „In dieser Phase hatten wir unglaublich viele Ballverluste, was eine vermehrte Laufarbeit zur Folge hatte. Wir haben zu viel Kraft darauf verwenden müssen, unsere Fehler auszubügeln“, blickt Schäfer zurück. Schlüsselspiel war die Partie bei Schlusslicht SV Obersülzen II. Der 3:0-Erfolg war nicht nur der höchste Saisonsieg, sondern auch der Auftakt zu einem Kraftakt, mit dem die Freinsheimer die gefährdete Zone verließen. Dem Sieg in Obersülzen ließ der FVF in jeweils zwei Spielen gegen den ASV Mörsch und den TSV Grünstadt drei weitere Siege und ein Remis folgen. Somit holten die Blau-Weißen aus den letzten fünf Begegnungen 13 von 15 möglichen Zählern. Das war deshalb so wichtig, weil die Erfolge gegen Mitkonkurrenten eingefahren wurden. Obwohl der Coach bald 60 Jahre alte wird, ist der ehemalige Verbandsligaspieler Schäfer noch immer extrem ehrgeizig. „Wir könnten stärker spielen, aber dazu müsste die Trainingsbeteiligung besser sein. Die heutige Generation hat viele andere Interessen, da steht der Fußball nicht unbedingt ganz oben“, hat der Routinier erkannt. Er habe aber die Gegebenheiten akzeptiert, auch, dass er mitunter Akteure an die erste Garnitur abtreten muss. „Die Abwehr ist stabil, und die Mannschaft ist kämpferisch stark“, nennt Schäfer zwei Pluspunkte. Mit seiner frühzeitigen Verlängerung um eine Runde will er ein Zeichen setzen. „Der Verein ist in Ordnung und die Arbeit macht Spaß. Vielleicht können wir in der Rückrunde noch ein, zwei Plätze gutmachen“, hofft der Übungsleiter. (thl)