Bad Dürkheim
Bad Dürkheim/Wachenheim: Neue Bezirksbeamte wollen Präsenz zeigen
Susanne Risch und Achim Hettrich heißen die neuen Bezirksbeamten für die Verbandsgemeinde Wachenheim und den östlichen Teil Bad Dürkheims. Ihr Auftrag seit dem 1. November: Präsenz zeigen, Kontakt mit den Bürgern herstellen und natürlich bei Straftaten ermitteln.
So richtig neu sind die Gesichter von Susanne Risch und Achim Hettrich allerdings nicht in der Dürkheimer Polizeiinspektion: Beide sind dort bereits lange Jahre im Dienst und haben sich intern auf die Stellen beworben, die durch den Ruhestand von Klaus Dotterweich und Reiner Mechnig freigeworden sind. „Bezirksbeamte erfüllen eine ganz wichtige Funktion in einer Inspektion“, erklärt Thomas Jung, Leiter der Dürkheimer Polizeiinspektion. Um ihren Stellenwert zu verdeutlichen, zitiert Jung den früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt bei einem Besuch der Polizei-Führungsakademie in Hiltrup im November 1977: „Der Bürger braucht nicht nur die abstrakte Gewissheit, dass Sie als Polizeibeamte ihn, den Bürger, und unseren Staat verteidigen, sondern die Bürger wollen ihre Polizei, sie wollen ihren Polizisten präsent haben. Man möchte ihn anfassen können.“
Präsenz und Bürgernähe zeigen
Präsenz und Bürgernähe zeigen – das sind wichtige Aufgaben von Bezirksbeamten. „Die meisten Straftaten können nur aufgeklärt werden, weil wir Hinweise von der Bevölkerung bekommen“, sagt Jung. Dazu sei ein gutes Verhältnis zwischen Polizei und Bürger Voraussetzung. In seiner Inspektion gibt es insgesamt vier Bezirksbeamte: jeweils einen für die Verbandsgemeinden Freinsheim und Wachenheim und zwei für Bad Dürkheim.
Dass mit Susanne Risch eine Frau den Zuschlag für die Stelle bekommen hat, freut den stellvertretenden Inspektionsleiter Peter Strube-Vogt: „So viele Beamtinnen haben wir landesweit nicht auf dieser Position.“ Als weiteren wichtigen Tätigkeitsbereich der Bezirksbeamten nennt Strube-Vogt die Prävention: So bieten sie kostenlose Grundschutzberatungen für Hauseigentümer und Mieter zur Vorbeugung von Einbrüchen an. Auch bei Gewalt in engen sozialen Beziehungen sind sie besonders gefordert. Betrugs- und Diebstahldelikte, Einbrüche oder Verstöße gegen die Unterhaltspflicht sind weitere Fälle für die Bezirksbeamten. Wichtig sei ihm, dass die Beamten Präsenz vor Ort zeigten, sagt auch Strube-Vogt: „Auf Fußstreifen-Tätigkeit lege ich großen Wert.“
„Eine Herzensangelegenheit“
Der Kontakt mit den Bürgern war es vor allem, der die 47-jährige Susanne Risch an der Stelle gereizt hat: „Ich bin in Seebach aufgewachsen, es ist wirklich eine Herzensangelegenheit von mir, in Kontakt mit den Bürgern zu kommen“, sagt die dreifache Mutter, die in Freinsheim lebt. Zuvor war sie zwölf Jahre im Sachgebiet Einsatz und Verkehr in der Dürkheimer Inspektion tätig. Risch hat lange Zeit beim FV Freinsheim in der Damenmannschaft aktiv Fußball gespielt und ist in ihrer Freizeit gerne in der Natur unterwegs. Zuständig ist sie für den östlichen Teil Bad Dürkheims sowie für Leistadt und Ungstein.
„Es ist mein Traumjob“
„Es ist mein Traumjob, Bezirksbeamter zu sein. Ich fühle mich hier heimisch“, verdeutlicht Achim Hettrich. Er ist in Niederkirchen aufgewachsen und lebt in Deidesheim. Derzeit renoviert er mit seiner Frau ein Haus in Wachenheim, in das er im Frühjahr einzieht. „Ich sehe mich als Schutzmann, als Freund und Helfer“, sagt der 43-Jährige, der für die Verbandsgemeinde Wachenheim zuständig ist. Von 2005 bis 2019 war Hettrich im Wechselschichtdienst bei der Dürkheimer Polizei. Privat ist er gerne als Wanderer oder Radfahrer unterwegs, zudem engagiert er sich als Wegewart beim Pfälzerwaldverein.
„Die Polizei ist immer mit Personen verbunden. Und die Bezirksbeamten sind die Gesichter der Polizeiinspektion Bad Dürkheim“, verdeutlicht Thomas Jung.
Sprechstunden in den VG
Achim Hettrich bietet an zwei Donnerstagen im Monat von 16 bis 17 Uhr eine Sprechstunde im Wachenheimer Rathaus an.
Thomas Müller bietet an zwei Dienstagen im Monat von 16 bis 17 Uhr eine Sprechstunde im Rathaus der VG Freinsheim an.