Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Bad Dürkheim: Stadtwerke erhöhen Strompreis

Die Dürkheimer Stadtwerke heben den Strompreis zum 1. Januar an.
Die Dürkheimer Stadtwerke heben den Strompreis zum 1. Januar an. Foto: dpa

Kunden der Dürkheimer Stadtwerke müssen ab 1. Januar für Strom tiefer in die Tasche greifen. Stabil bleiben dagegen die Preise der Wachenheimer Stadtwerke und der Pfalzwerke– vorerst jedenfalls.

„Seit 2013, also sieben Jahre, konnten wir den Strompreis stabil halten. Das war möglich, da wir den Anstieg der Umlagen und Netzentgelte durch eine günstige, langfristige Strombeschaffung ausgleichen konnten“, sagt Peter Kistenmacher, Geschäftsführer der Dürkheimer Stadtwerke. Dass Strom 2020 teurer wird, liegt laut Kistenmacher an mehreren Faktoren: Die EEG-Umlage steigt um 0,42 Cent/Kilowattstunde (kWh) brutto, die Netzentgelte erhöhen sich um 0,88 Cent/kWh brutto. In Summe seien das bereits 1,30 Cent/kWh, rechnet Kistenmacher vor. Hinzu komme, dass der Preis am Strommarkt seit 2016 deutlich angestiegen sei, so der Stadtwerke-Geschäftsführer: Dies schlage in der langfristigen Strombeschaffung der Werke mit einem Anstieg um 0,60 Cent/kWh zu Buche. In Summe ergebe sich durch die drei Posten eine Preiserhöhung um 1,9 Cent/kWh brutto.

Im Tarif „SWD Privat“, den derzeit der größte Teil der Stadtwerke Kunden nutzt, steigt der Arbeitspreis von 24,98 Cent/kWh auf dann 26,88 Cent/kWh. „Damit liegen wir 2020 immer noch weit unter dem bundesweiten Durchschnittspreis, der in der RHEINPFALZ vom 16. Oktober für das Jahr 2019 mit 30,43 Cent/kWh brutto angegeben wurde“, betont Kistenmacher. Auf eine vierköpfige Familie mit einem Durchschnittsverbrauch von 3500 Kilowattstunden kommt eine jährliche Mehrbelastung von 66,50 Euro zu. Auf die neuen Preise geben die Stadtwerke eine Preisgarantie bis mindestens 31. Dezember 2020. Zudem erhalten die Stromkunden zu Jahresbeginn wieder einen Gutschein für das Salinarium. Die Gaspreise bleiben dagegen laut Kistenmacher unverändert.

Änderung durch CO2-Abgabe?

Die letzte Strompreiserhöhung ist bei den Wachenheimer Stadtwerken ebenfalls schon eine ganze Weile her. 2014 mussten die Wachenheimer letztmals mehr zahlen, sagt Dieter Panzer, kaufmännischer Werkleiter. Seitdem sind die Preise in Wachenheim sogar zweimal gesenkt worden– 2015 und 2016. Damals seien die Bezugskosten gefallen, so Panzer. Die rund 1850 bis 1900 Stadtwerke-Stromkunden in der Stadt nutzen überwiegend den Tarif „SWW privat“, das heißt, sie zahlen seit dem Jahr 2016 25,29 Cent für die Kilowattstunde. Dieser stabile Preis ist auch für das erste Halbjahr vorgesehen. Man müsse sich die Preise nach einem halben Jahr aber noch mal anschauen, so Panzer.

So könnten sich Änderungen durch die jüngst beschlossene CO2-Abgabe ergeben. Andere Faktoren seien die sich nach oben entwickelnden Börsenpreise, aber auch interne Faktoren und natürlich die Entwicklungen, die im Jahresergebnis 2019 der Werke abzulesen sind. Die Gaspreise werden im Jahr 2020 „definitiv“ nicht steigen, so Panzer.

Pfalzwerke: Keine Erhöhung zum 1. Januar

Die Ludwigshafener Pfalzwerke, Stromversorger der Verbandsgemeinde Freinsheim, werden die Preise zum 1. Januar 2020 nicht erhöhen. Das hat die Pressestelle auf Anfrage am Montag mitgeteilt. Wie sich die Strompreise im Laufe des kommenden Jahres entwickeln, könne erst gesagt werden, wenn alle Kostenbestandteile vorlägen. Da die Netzentgelte endgültig erst Mitte/Ende Dezember festgesetzt würden, könne erst danach eine konkrete Aussage getätigt werden, hieß es.

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