Friedelsheim / Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel B271: RHEINPFALZ-Leser befürchtet schlimme Unfälle

„Man sieht den Verkehr erst ganz spät“, findet Leser Oswald Guhmann.
»Man sieht den Verkehr erst ganz spät«, findet Leser Oswald Guhmann.

Die Auf- und Abfahrten nach Wachenheim und Friedelsheim an der neugebauten Anschlussstelle B271/L525 sind seit Ende Juni freigegeben. Nicht alle sind mit dem Ergebnis zufrieden.

RHEINPFALZ-Leser Oswald Guhmann aus Wachenheim fährt täglich die Strecke nach Friedelsheim. Er hält die Verkehrsführung für gefährlich. „Da wurde eine Schikane eingebaut und ich bin mir sicher, es ist nur eine Frage der Zeit bis ein schlimmer Unfall passiert“, befürchtet Guhmann.

Als größtes Problem macht er die Einmündung hinter der Brücke von Bad Dürkheim kommend aus. „Man sieht den Verkehr erst ganz spät. Das ist gefährlich“, klagt er. Guhmann ist der Meinung, dass falsch geplant wurde: „Man hat eine Gefahrenstelle beseitigt und dafür zwei neue geschaffen.“

Diese Einschätzung kann Boris Egem, stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Mobilität Speyer (LBM), nicht nachvollziehen und „keineswegs teilen“. „Sowohl unsere Fachleute aus der Planung als auch die aus der Bauaufsicht können bestätigen, dass die Sicht beim Abbiegevorgang auf die Landesstraße in beide Richtungen in Ordnung ist“, erklärt Egem auf RHEINPFALZ-Anfrage. Bei der Straßenplanung seien die Sichtverhältnisse selbstverständlich geprüft worden.

„Es ergibt sich daher kein weiterer Handlungsbedarf unsererseits, an der neu gebauten Anschlussstelle Veränderungen herbeizuführen“, sagt Egem, der ergänzt: „Es ist natürlich klar, dass solche Fragen – wie hier im Beispiel die Sichtverhältnisse – auch immer vom persönlichen Fahrverhalten abhängen, was leider und immer häufiger nicht ausreichend Beachtung findet.“

Keine Spekulationen

Laut Daniel Mischon, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Bad Dürkheim, wurde seit Freigabe der neuen Verkehrsführung noch kein Unfall registriert. Darüber, ob die Stelle – in deren Planung die Polizei eingebunden war – tatsächlich ein hohes Unfallrisiko birgt, wie von Guhmann befürchtet, möchte Mischon nicht spekulieren: „Eine belastbare Aussage zur Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen kann erst beim Verkehrsunfalllagebild im nächsten Jahr getroffen werden.“ Bei bisherigen Baumaßnahmen habe es allerdings bereits positive Auswirkungen auf die Unfallstatistik gegeben, etwa an der Anschlussstelle Dürkheim Süd. Dort sei es 2015 und 2016 zu elf Verkehrsunfällen gekommen, drei davon mit leichtem Personenschaden, so Mischon. Das habe sich gebessert: „Seit dem Ende der Umbaumaßnahme kam es nur noch zu zwei Verkehrsunfällen, jeweils ohne Verletzte.“

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