Dackenheim
Bürgermeister-Kandidaten Dackenheim: Matthias Fankhänel
Matthias Fankhänel kennt man im Ort als Gemeinderatsmitglied sowie als Mitbegründer der Bürgerinitiave, die sich gegen den Ausbau der K2 und die Erweiterung der Bahnbrücke am Ortseingang wehrt.
Die Ziele der Initiative nennt der promovierte Diplomingenieur aber nicht, wenn er nach seinen Motiven für das Amt des Bürgermeisters gefragt wird. Da erklärt er, dass ihn sehr beschäftige, wie man in Dackenheim im Alter ohne Großfamilie als Unterstützung weiter leben könne. Die Mobilität sei in diesem Zusammenhang wichtig, ist er überzeugt. Zwar habe man inzwischen eine öffentliche Nahverkehrsanbindung durch die Buslinie bekommen, dies sei aber nur der erste Schritt, findet der 64-Jährige. Außerdem sieht er Car-Sharing als Thema an, das auch in einem kleinen Ort angepackt werden könne. Auch müsse man sich um den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur kümmern. So gelte es, darauf zu achten, dass das Dorfgemeinschaftshaus auch in den nächsten Jahrzehnten noch gut genutzt werden könne. „Außerdem möchte ich die Bürgerbeteiligung stärken“, sagt Fankhänel, der SPD-Mitglied ist, aber trotzdem als unabhängiger Kandidat antritt.
Dortmunder hat sich 1997 schnell eingelebt
Geboren wurde Fankhänel in Dortmund. Er ist in zweiter Ehe verheiratet und und hat zwei erwachsene Kinder. Seit 1997 lebt er in Dackenheim. Die Ortsansässigen würden es den Neubürgern ziemlich einfach machen, sich zu integrieren. „Das ist der Vorteil in einem kleinen Ort. Wenn man sich irgendwo einbringt, kennt man gleich alle.“ Große Bedeutung habe hier auch das Liebesbrunnenfest, findet Fankhänel, der gerne mit dem E-Bike längere Strecken fährt. Weil er als Abteilungsleiter bei der BASF beruflich sehr stark eingespannt gewesen sei, habe er das Engagement im Ort zunächst seiner Frau überlassen. Seit seinem Ruhestand 2019 sieht das anders aus. Im selben Jahr wurde er auch schon in den Gemeinderat gewählt. „Ich habe gefühlt, dass es Zeit ist, noch ein bisschen mehr Verantwortung zu übernehmen“, erklärt Fankhänel. Schließlich könne man nicht immer nur darüber schimpfen, wenn etwas nicht gut läuft.
Neben Fankhänel bewirbt sich auch Martin Griesshaber (parteilos) um das Bürgermeisteramt.