Bad Dürkheim / Freinsheim / Wachenheim Bürgermeister feilen an Alternativen für Neujahrsempfänge

 Im Von-Busch-Hof hat der Freinsheimer Bürgermeister Matthias Weber im vergangenen Jahr die Projekte 2020 präsentiert. Doch dann
Im Von-Busch-Hof hat der Freinsheimer Bürgermeister Matthias Weber im vergangenen Jahr die Projekte 2020 präsentiert. Doch dann kam Corona.

Auch Neujahrsempfänge müssen Corona geopfert werden. Die Städte Bad Dürkheim, Wachenheim und Freinsheim haben sich jeweils eigene Varianten als Ersatz für das traditionelle Treffen zum Jahresauftakt einfallen lassen.

Der Dürkheimer Bürgermeister Christoph Glogger (SPD) und die städtischen Beigeordneten laden „zum ersten digitalen Neujahrsempfang“ ein, kündigt Pressesprecherin Petra Wurm auf Anfrage an. Der Neujahrsempfang ist für Mittwoch, 20. Januar, 19 Uhr, geplant. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger. Sie können über den Link www.bad-duerkheim.de/neujahrsempfang dabei sein.

Wie dies bei einem Neujahrsempfang im realen Leben auch ist, soll der digitale Empfang aus einem offiziellen und einen geselligen Teil bestehen. Der offizielle Teil soll sich nicht wesentlich von den bisherigen Neujahrsempfängen unterscheiden. Glogger wird auf das vergangene Jahr zurückblicken und einen „Ausblick auf die bevorstehenden Herausforderungen“ des Jahres 2021 geben. Außerdem werden die Pläne der Stadt für die kommenden Monate vorgestellt. Dabei soll es auch um die Frage gehen „Was macht Bad Dürkheim eigentlich aus?“, kündigt Wurm an. Auf der Basis der Antworten soll gemeinsam mit den Bürgern eine neue Gestaltungslinie und ein neues Logo für die Kurstadt entwickelt werden.

Wie der gesellige Teil aussehen wird, daran werde noch getüftelt, verrät Wurm. „Wie auch sonst üblich, sollen die Gespräche untereinander im Mittelpunkt stehen und das Stadtoberhaupt wird in einer virtuellen Salierhalle mit den Besuchern des digitalen Empfanges auf ein besseres und gesundes Jahr 2021 anstoßen“.

Filme fürs Internet in Wachenheim

Wachenheims Stadtbürgermeister Torsten Bechtel (CDU) denkt auch an die Bürger, die sich an digitalen Angeboten nicht beteiligen können oder wollen. Deshalb will er sowohl in digitaler wie auch in schriftlicher Form über Projekte des neuen Jahres informieren. Bis 2015 gab es in Wachenheim keinen Neujahrs-, sondern einen Frühlingsempfang, der immer um den 20. März stattfand. Seit 2016 ist stattdessen Ende Januar ein Neujahrsempfang. In diesem Jahr wird im Zeitraum dazwischen ein Film ins Internet gestellt, der in den nächsten Wochen aufgenommen werden soll, kündigt Bechtel an.

Aufnahmen sollen an den Stellen in Wachenheim gemacht werden, an denen die Stadt im vergangenen Jahr etwas getan hat oder an denen für dieses Jahr etwas geplant ist. Bechtel wird dazu jeweils die entsprechenden Erläuterungen geben. Die gleichen Informationen werden außerdem mit Fotos entweder im Amtsblatt oder in einem Bürgerbrief veröffentlicht, so Bechtel.

In der Verbandsgemeinde Wachenheim habe es in der Vergangenheit keinen Empfang gegeben, da der Verbandsbürgermeister bei den Neujahrsempfängen der Ortsgemeinden auf das vergangene Jahr zurückblickte und ankündigte, was geplant ist. Da auch diese Empfänge gestrichen werden mussten, überlege er auch einen Film über die Vorhaben für die gesamte Verbandsgemeinde aufzunehmen, berichtet Bechtel, der auch Verbandsbürgermeister ist. Das sei aber noch nicht entschieden.

Freinsheim verschiebt Empfang

Ein digitales Angebot der Stadt Freinsheim in der Adventszeit sei sehr gut angenommen worden, berichtet Bürgermeister Matthias Weber (FWG). Trotzdem hätten sich die Mitglieder des Stadtvorstands darauf verständigt, den traditionellen Neujahrsempfang nicht durch eine digitale Veranstaltung zu ersetzen. „Wir wollen so bald wie möglich zu einem Bürgerempfang einladen“, kündigt Weber an und fügt hinzu: „Das kann ein Sommer-, ein Herbst- oder auch ein Après-Corona-Empfang sein“, sagt Weber. Wann der Empfang sein wird, ob im Freien oder in einem Raum, das hänge von der weiteren Entwicklung der Pandemie ab. „Wir werden zu gegebener Zeit entscheiden“, sagt Weber.

Zwei Gründe hätten den Stadtvorstand dazu bewogen diesen Weg zu gehen: Die Vorbereitung eines digitalen Empfangs sei sehr aufwendig, der ehrenamtlich tätige Stadtvorstand habe dazu nicht die Kapazitäten. Zudem sei von Bürgern immer wieder zu hören, dass sie zwar die digitalen Angebote nutzen würden, dies aber nur ein Ersatz sei und ein großes Bedürfnis nach echten Begegnungen bestehe.

Die Verbandsgemeinde Freinsheim hat ihren Frühjahrsempfang bereits abgesagt, der seit Jürgen Oberholz’ Amtsantritt immer im März in der VG-Turnhalle stattfand.

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