Bad Dürkheim Appell für Frieden und Freiheit

Die Freude über 70 Jahre Frieden einte die Besucher des gestrigen Gedenkgottesdienstes anlässlich des Weltkriegsendes in der vollbesetzen St. Ludwigskirche. Diese Freude vermittelten auch der Kirchenchor St. Ludwig und das Bläserensemble unter Leitung von Michael Orth mit ihrem eindrucksvollen Zusammenspiel.
Prälat Aloys Heck, selbst Zeitzeuge des Zweiten Weltkrieges, appellierte in seiner Predigt an alle Christen, den Frieden zu suchen und ihn sich „von Gott schenken zu lassen“. Nur Gerechtigkeit könne Frieden sichern. Gottes Ordnung bringe Friede und Einheit und müsse deshalb auch als Fundament der Gesellschaft dienen. Sie umfasse vor allem die Menschenrechte und die Freiheit des Einzelnen, welche im Osten Deutschlands noch bis zur Wiedervereinigung 1989 sehr eingeschränkt geblieben sei. Prälat Heck erinnerte an den Bombenangriff vom 18. März 1945, bei dem 290 Bad Dürkheimer getötet wurden. Das Gedenken an die Opfer des Krieges und das Glück der Freiheit nach dem Kriegsende seien nach wie vor aktuell. Friede unter Völkern könne nur entstehen wenn die Einzelnen untereinander und in sich selbst friedlich leben. Heck dankte Gott und allen Menschen, die sich um Frieden bemühen. Das Bläserensemble unter Gesamtleitung von Michael Orth präsentierte erstmals in Bad Dürkheim die „Missa Brevis in B“, die Christopher Tambling im Jahr 2013 in Dürkheim s britischer Partnerstadt Wells komponiert hat. Neben dem Chor und dem Bläserensemble musizierten Jutta Fox an der Orgel sowie Christina Orth an den Glocken. Die einzelnen Messeteile fügten sich harmonisch in den Gesamtablauf des Gedenkgottesdienstes ein. Anlässlich des Muttertags bekundete Prälat Heyl zusätzlich allen Müttern besonderen Dank. Sie seien die „Sonne in der Familie“ und unterstützten diese bedingungslos, unterstrich er. (ee)