Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel A-Klasse: SV Weisenheim empfängt DJK SW Frankenthal

Weisenheims Kai Gutermann (links) wird von Talha Demirhan (Südwest Ludwigshafen) verfolgt.
Weisenheims Kai Gutermann (links) wird von Talha Demirhan (Südwest Ludwigshafen) verfolgt.

In der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz erwartet der unter Wert platzierte SV Weisenheim am Samstag, 15 Uhr, die DJK Schwarz-Weiß Frankenthal. Die Gastgeber ringen um Anschluss ans Mittelfeld.

Die Liga ist in dieser Saison tückisch. Diese Erfahrung macht derzeit der SV Weisenheim. Kaum hat das Team mit einem 9:1-Kantersieg gegen die DJK Eppstein in der Liga und dem 3:0-Pokalerfolg beim ASV Heßheim nach Toren von Ayoub Mansouri (2) und Jan Gutermann Boden unter die Füße bekommen, folgte beim Titelfavoriten SV Südwest Ludwigshafen ein Rückschlag. Die 1:2-Niederlage ist zwar als „normal“ einzustufen, sie verhinderte aber, dass die Blau-Roten sich aus der Abstiegszone lösen. Platz 13 hat derzeit zwar keinerlei Aussagekraft, aber beim Blick auf die Tabelle muss man weit nach unten gehen, um den SVW zu finden.

„Wichtig ist mir, dass wir uns stabilisiert haben. Bereitschaft und Wille waren in den letzten drei Begegnungen deutlich erkennbar“, hat Spielertrainer Daniel Schattner festgestellt. Man müsse allerdings festhalten, dass der SV Südwest schon mit 3:0 hätte führen können, wäre nicht Benjamin Salzner beim Weisenheim zwischen den Pfosten gestanden. „Er hat klasse pariert und uns im Spiel gehalten“, lobt Schattner den Routinier, der am kommenden Sonntag 34 Jahre alt wird. Egal wer spielt – Salzner oder Patrick Rößel – im Kasten ist der SVW sehr gut aufgestellt und wird sicher von manchem Konkurrenten beneidet.

Trio aus Urlaub zurück

Der schlechte Start hängt den Weisenheimern aber immer noch etwas nach, was sich leicht erkennen lässt, wenn man Schattners Antwort auf die Frage, welcher Spieler im bisherigen Saisonverlauf überzeugt habe, zugrunde legt. Die bestand nämlich nur aus einem Wort und lautete „keiner“. Nachfragen erübrigten sich somit. Dies liegt sicherlich auch an den vielen Personalwechseln. Ein Beispiel: Neuverpflichtung Oliver Köberlein, eigentlich ein konsequenter Abräumer vor der Abwehrkette, spielte zuletzt gegen Eppstein zentral in der Abwehr und verteidigte beim SV Südwest außen. „Oliver kam nach einer langen Pause mit konditionellen Rückständen zu uns. Jetzt wird er langsam fit und ist eine Alternative für alle Defensivposten“, erklärt der Coach.

Gegen Eppstein half auch Timo Konietzka, der seine Laufbahn eigentlich beendet hat, aufgrund der Personalmisere aus. Dabei wird es laut Schattner bleiben, eine dauerhafte Rückkehr des Sechsers ist nicht angedacht. Und vielleicht auch nicht nötig, denn die Defensivkräfte Daniel Manß, Kai Amann und Harry Becker haben ihren Urlaub jeweils beendet und stehen wieder zur Verfügung. Nach mehrwöchiger Trainingspause darf man allerdings keine Wunderdinge erwarten. Und so bleibt es bei Schattners Zwischenfazit: „Wir haben alle noch Luft nach oben. Viel Luft.“

Luft nach oben

Das gilt wohl auch für den Vorjahresdritten Schwarz-Weiß Frankenthal, der aktuell Platz zehn belegt und gegen den Lokalrivalen VfR Frankenthal (2:8) sowie gegen den FC Arminia Ludwigshafen II (2:7) zwei empfindliche Schlappen einstecken musste. Beim SV Südwest traten die Schwarz-Weißen nicht an und verloren die Zähler per Sportgerichtsurteil. Zuletzt aber bezwangen die eigentlich gut besetzten Frankenthaler, deren Tor der ehemalige Weisenheimer Marcel Bulla hütet, Aufsteiger TSV Eppstein 6:0. Es fehlt bisher also noch die Konstanz. Oder wie es Schattner sagen würde: „Es gibt noch Luft nach oben. Viel Luft.“

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