Bad Dürkheim 100 Jahre Kurt Dehn

Die Homestory: Der Südwestfunk ist im September 1963 zu Gast bei Dehns in der Hammelstalstraße. In dieser Zeit ist der Pfälzer S
Die Homestory: Der Südwestfunk ist im September 1963 zu Gast bei Dehns in der Hammelstalstraße. In dieser Zeit ist der Pfälzer Sänger häufig im Fernsehen zu sehen. Etwa im »Blauen Bock«.

Er sang, dichtete und liebte die Pfalz. Vor 100 Jahren ist Kurt Dehn in Leistadt auf die Welt gekommen. Ein Blick zurück auf ein Leben, in dem sich – fast – alles um den „Palzwei“ drehte.

1985 hängt er die Gitarre an den Nagel und schreibt fortan vor allem Gedichte. Da kann er auf eine über 35 Jahre lange Karriere zurückblicken. 50 Schallplatten hat er veröffentlicht, ist dutzende Male im Fernsehen aufgetreten und hat über eine halbe Million Platten verkauft: Kurt Dehn.

Der Leistadter kam vor 100 Jahren auf die Welt. Genau wie in seinen Glanzzeiten sollte dem Musiker, dem Dichter, dem Heimatverehrer Dehn in diesem Jahr wieder die ganze Aufmerksamkeit gelten. Noch im Januar spielte die Dürkheimer Stadtkapelle zur Einleitung des Dehn-Jahrs beim Neujahrsempfang der Stadt ein Medley seiner größten Hits. Weitere Feierlichkeiten sind wegen Corona in diesem Jahr nicht möglich, und so wird der „Pfälzer Troubadour“, wie er früher genannt wurde, erst nächstes Jahr geehrt.

Seine Lieder sind die Essenz Pfälzer Weinseligkeit: singen, trinken, fröhlich sein. Wenn sich „dorschdich Kehl“ auf „kreiz-fidel“ reimt oder „der gute Wei, ehr Leit“ zwangsläufig zur „Pälzer Herrlichkeit“ führt. Dann kann man sich sicher sein, mitten in einem Kurt-Dehn-Text zu sein. Einem Ort, in dem die Welt nicht nur in Ordnung, sondern wunderschön weinselig ist.

Am Sonntag Konzert in Speyer

Volkstümlich war das schon damals. Gehalten haben sich seine Texte und Lieder dennoch. Wenn heute der Literarische Frühschoppen auf dem Wurstmarkt gefeiert wird oder jemand mitten in der Nacht auf einem Weinfest nach dem ein oder anderen Glas glückselig wird, dann geht der „Palzwei“ eigentlich immer. Jenes Lied, das Kurt Dehn 1951 schreibt.

Und auch Künstler dieser Tage erinnern sich an Dehn. So plant der Speyerer Musiker Stefan Cerin ein „Frühschoppengeburtstagskonzert“ am Sonntag, 11, Uhr, Zur Weinkiste, I-Hof Garten, Speyer. Zu diesem Konzert wird auch seine Tochter Gabriele Dehn-Knight gehen. Sie hat anlässlich des Geburtstags die privaten Archive aufgemacht – obwohl die großen Feierlichkeiten nun ins nächste Jahr verlegt werden müssen. Das Konzert in Speyer, ein Glas Wein und ein Essen mit Freunden auf der Limburg, das geht aber auch in Corona-Zeiten. Für sie ist Dehn nicht nur der erfolgreiche Sänger, sondern sie wird ihn vor allem als „herzlichen Familienvater“ in liebevoller Erinnerung behalten.

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