Bad Dürkheim Überlegene gestalterische Klarheit

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Leichtigkeit, Eleganz, strahlend-entspannte Klangpracht: Sie servierte der Wormser Domkantor Dan Zerfaß am Sonntag von der neuen Matz- und Luge-Orgel der katholischen Stadtpfarrkirche St. Ludwig. Das Orgelkonzert hat viele Zuhörer gefunden. Es hätte noch mehr verdient gehabt.

Das Programm begann mit Cortège et Litanie op. 19,2 von Marcel Dupré. Das Stück entfaltete sich aus einem wunderbar verhaltenen Beginn und wuchs bis hin zu einer grandiosen Apotheose aus, welche sich durch größere Agogik sicher hätte mehr Gewicht und Schärfe geben lassen können. Aber hier wie an späteren Stellen zeigte sich, dass es Zerfaß nicht liebte, das Schwere, Harte mehr zu betonen als es unbedingt zur Verdeutlichung des Charakters einer Musik nötig war.

Und so war denn auch das von Johann Gottfried Walther für die Orgel bearbeitete h-Moll-Konzert von Vivaldi zuallererst ein Fest des schönen Klangs. Besonders gefiel die freundlich leuchtende, heitere Geläufigkeit des Schlusssatzes. Während hier perlende Frische am Platz war, entfaltete Zerfaß Felix Mendelssohn Bartholdys D-Dur-Sonate op. 65.5 breite quasiorchestrale Klangflächen - auch das völlig stilgemäß.

Ad Wammes, 1953 geboren, ist der Autor des Stückes Miror, einem farbenreich jazzenden Vogelstimmenstück. Dann gab es noch eine Sonate, diesmal mit Musik von Johann Sebastian Bach (G-Dur, nach BWV 1039/1027), ganz dem hier angezielten italienischen Orgelstil gemäß registriert und phrasiert. Sie enthielt ein wunderbar weiches und mildes Adagio, ein Allegro ma non tanto, das lebhaft, neugierig und ganz ohne Schwere war, ein heiterer Sonnenspaziergang, üppig perlend. Das vor dem Schlussallegro folgende Adagio hätte etwas herber und schärfer sein dürfen, aber Zerfaß wollte offenbar zu dem hurtig-festlichen Rahmen der schnellen Sätze nicht allzu viel Kontrast spannen.

Zum Schluss gab es Gelegenheit zum Vergleich der Musik zweier im Jahr 1870 geborener französischer Komponisten, Charles Tournemire und Louis Vierne. Von ersterem erklang die Fantasie-Improvisation über den gregorianischen Marienhymnus

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