E-Mail aus Palatina
Mark Forster und die Betzenberg-Sause
Ein neues Album habe er gemacht „und sonst nix“, schreibt Mark Forster auf seinem Instagram-Kanal vor gut einem Tag. Wir hoffen, dass das aber nicht so ganz stimmt: Hat er nicht vielleicht doch auch ein bisschen geprobt? Schließlich hat er am kommenden Samstag, 24. Juni, Großes vor. Mit drei Jahren Verspätung will der in Kaiserslautern geborene Winnweilerer Bub den Betzenberg entern und sein großes Stadionkonzert geben. Wegen Corona und anderer Unwägbarkeiten (der heilige Rasen sollte nicht mitten in einer Saison lädiert werden) war das ursprünglich für Sommer 2020 geplante Konzert vier Mal verschoben worden. So manche Zwölfjährige, die damals ganz wild auf das Konzert war, ist inzwischen dem Fan-Dasein schon entwachsen.
Überhaupt, die Fans: Einige sind seit Montag doch in Sorge. Schließlich hat der Barde aus der Pfalz seinen gesamten Instagram-Kanal bis auf jene eine Botschaft zum neuen Album gelöscht. Ein kompletter Neuanfang? Ist alles davor nicht mehr von Bedeutung? „Das tut fast weh!“, klagt Anhänger(in) „things_about_mark“. Und „forster_stuff“ nimmt dem Musiker noch krumm, dass er für dieses Jahr so ziemlich alle Konzerte – außer den Auftritt im Fritz-Walter-Stadion – abgesagt hat.
Forster: „Freu’ mich wahnsinnig auf den Betze“
Auf neue Songs nun beim Heimspiel in Kaiserslautern hoffen all jene, die ihre Karten gut gehütet haben und neugierig aufs nächste Album sind. Wie dieses heißen wird, verrät Mark Forster noch nicht. Zur Ankündigung hat er – oder sein Team – ein Foto aus dem Studio gepostet: Der 40-Jährige sitzt bärtig, barfuß und in Shorts, aber mit Sweatshirt und obligatorischer Kappe zwischen Tasteninstrumenten und macht die Merkel-Raute. Im Profilbild aber trägt er ein FCK-Trikot, ein klassisches aus frühen Hochzeiten. Und am Dienstagnachmittag verkündet er in seiner Instagram-Story dann noch Richtung Konzertgänger: „Freu mich wahnsinnig auf euch und den Betze.“ Dass es besonderen Merchandise mit Heimspiel-Flair geben könnte, deutet er ebenfalls an.
Auf dem Betze könnte Mark Forster Geschichte schreiben: Wenn die erwarteten bis zu 40.000 Fans alle kommen, wird dies das größte Konzert, dass es jemals im Stadion gab. Eros Ramazotti hatte im Mai 2000 rund 28.000 Zuhörer, Bob Marley anno 1980 um 30.000. Schon seit vergangenen Freitag werden die Bühne – auf der Nordtribüne – und das Drumherum installiert. Zuschauer können das Konzert stehend auf dem mit Aluplatten verkleideten Rasen verfolgen, oder Karten für die Ost-, Süd- und natürlich die berühmte Westkurve kaufen.
Termin
Mark Forster im Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern, 24. Juni, die erste Vorband (Name noch geheim) spielet um 18.30 Uhr, Einlass 16 Uhr, Konzertende 23 Uhr, Park & Ride wird angeboten, Tickets online noch in allen Katgorien ab 60,20 Euro über Eventim.