Kaiserslautern Lange Nacht der Kultur mit 97 Programmpunkten
„Ich versuche, steif gewordene Musik-Genres unterhaltsam umzuarrangieren“, sagt der 31-jährige Pianist Luca Sestak aus Niedersachsen, der mit seinem Trio in der Lauterer Fruchthalle auftritt. Das Hauptprogramm beginnt zuvor mit den Rosevalley Sisters aus der Nord- und Westpfalz ebenfalls ungewöhnlich: Das Gesangstrio lässt den Harmoniegesang der 1930er- und 40er-Jahre aufleben. Und um 23 Uhr feiert die Westpfälzer Band Brass Machine, die bereits drei Mal beim renommierten Montreux-Festival vertreten war, ihr 25-jähriges Bestehen: Zur 750-Jahr-Feier der Stadt sind diesmal besonders viele einheimische Künstler im Hauptprogramm gebucht.
Auch die Freie Szene der Stadt engagiert sich. Der junge Verein Sukura bietet in seinen eigenen neuen Räumen in der Mühlstraße ein multimediales Erlebnis zwischen Konzert und Performance. Eine Vision von einer lebendigen grünen Fassade für die bislang graue Mall entwirft Ina Bartenschlager in ihrem Atelier Belleville, und im Salon Schmitt in der Pirmasenser Straße gibt es ein entspanntes Hofkonzert. „Unterirdisch: Licht!“ wiederum heißt eine Ausstellung im historischen Felsenkeller unter der Meisterschule, kuratiert vom Kunstraum Westpfalz und Lichtkünstler Ingo Bracke.
Dicht getaktet ist das Programm im Zink-Museum, wo unter anderem der Sänger Donovan Aston auftritt, sowie im Alcatraz, wo sich die Brassband Tacet oder der Rheinland-Pfalz International Choir vorstellt. Weitere Details gibt es unter www.kaiserslautern.de.